Paralympics: Gold für Geierspichler

24. September 2004, 13:48
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Sieg im 1.500 m-Rollstuhlrennen - Bronze für Wliszczak im Hochsprung - ÖPC-Team hält bereits bei neun Medaillen

Athen - Nach Silber (5.000 m) und Bronze (400 m) hat sich Thomas Geierspichler am Donnerstag bei den Paralympics in Athen das ersehnte Gold gesichert. Der favorisierte Salzburger gewann das 1.500-m-Rollstuhlrennen in der Paralympics-Rekordzeit von 3:49,06 Minuten vor dem Spanier Santiago Sanz (3:49,25) sowie dem Japaner Toshihiro Takada (3:49,76). Geierspichler griff nach verhaltenem Start in der vorletzten Runde unwiderstehlich an und fing mit seinem fulminanten Finish auf den letzten 100 Metern auch noch Sanz ab.

Geierspichler holte damit bereits die dritte Goldmedaille für Österreichs Behindertensportler in Griechenland, nachdem zuvor die Wienerin Andrea Scherney im Weitsprung und Stanislaw Fraczyk im Tischtennis triumphiert hatten.

Freude und Demut

"Ich bin überglücklich", lautete der erste Kommentar von Geierspichler nach seinem Triumph. "Nun kann ich gelassen die beiden kommenden Konkurrenzen über 800 m und im Marathon in Angriff nehmen. Ich habe mir einen Sieg zum Ziel gesetzt, weil mir dieser Triumph in meiner Laufbahn noch fehlte, und ich habe ihn erreicht. In Augenblicken wie diesem empfinde ich gleichermaßen Freude und Demut: Dass ich erreichen durfte, was ich erreichen wollte! Gott hat mich aus dem Abseits gezogen und mich hierher gesetzt. Diese Medaille widme ich aber besonders meiner Mutter Marianne, denn ihr will ich dankbar sein für all das, was sie in den letzten vier Jahren für mich gemacht hat. Sie hat sich in all den vergangenen Jahren auch in den Dienst meiner Sache gestellt, mit Freude und Hingabe, wie nur eine Mutter es kann. Dieser Sieg ist auch ihrer."

Bronze im Hochsprung

Für die insgesamt neunte Medaille des ÖPC-Aufgebots in Athen sorgte Dennis Wliszczak. Der beinamputierte Niederösterreicher eroberte im Hochsprung mit der Saisonbestleistung von 1,68 m hinter zwei Chinesen Bronze. Nach sechs Wettkampftagen hält das ÖPC-Team nun bei je drei Mal Gold, Silber und Bronze.

Martin Legner musste seine Medaillenträume dagegen vorzeitig begraben. Wie vor vier Jahren in Sydney schied der Tiroler im Rollstuhl-Tennisbewerb im Viertelfinale nach einer 2:6,3:6-Niederlage gegen den US-Amerikaner Stephen Welch aus. (APA)

Ansichtssache

Kein Handicap - Heraus­ragende Leis­tungen bei den Paralympics in Athen

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