"Die brutale Wahrheit" trifft Frankfurt

28. September 2004, 20:20
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Kopierfreude pur: Die "Radikalität der Werke Sturtevants" ist im örtlichen Museum für Moderne Kunst zu sehen

Frankfurt/Main - Die weltweit erste große Ausstellung der ob ihrer Kopierfreude verstörenden wie berühmten amerikanischen Künstlerin Sturtevant ist vom 25. September bis zum 30. Jänner im Frankfurter Museum für Moderne Kunst (MMK) zu sehen.

Unter dem Titel "The Brutal Truth" ("Die brutale Wahrheit") werden rund 140 Werke der Künstlerin aus den vergangenen 40 Jahren gezeigt. Für die umfangreiche Gesamtschau nutzt das Museum erstmals alle seine Ausstellungsräume. Direktor Udo Kittelmann begründete dies mit der "Radikalität der Werke Sturtevants". Die Ausstellung ist zu sehen; die ständige Sammlung des MMK wurde so lange in ein Magazin ausgelagert.

Die 1930 in Lakewood (Ohio, USA) geborene Sturtevant gilt als eine der radikalsten und bedeutendsten zeitgenössischen Künstlerinnen. Ihr Werk umfasst Malerei, Zeichnungen, Fotografie, Film und Installation. "Sie thematisiert die Frage, was Kunst eigentlich ist", sagte Ausstellungs-Kurator Mario Kramer.

Dazu reproduziert die in Paris lebende Künstlerin die Werke bekannter Künstler und stellt so deren Kunstanspruch in Frage. Zu diesen Arbeiten zählen beispielsweise die "Fettecke" von Joseph Beuys oder Marcel Duchamps "Coal Bags". (APA/dpa)

  • Sturtevant folgt auf Duchamp, der auf einen Anonymus
    foto: mmk

    Sturtevant folgt auf Duchamp, der auf einen Anonymus

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