Nach Computerausfall waren weltweit Flüge verspätet

24. September 2004, 21:12
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Die Bildschirme an den Check-in-Schaltern blieben schwarz - die Fluggäste mussten händisch eingecheckt werden

Wien - Am Flughafen Wien-Schwechat mussten Donnerstagvormittag Passagiere längere Wartezeiten in Kauf nehmen, weil bei AUA und Lufthansa in den frühen Morgenstunden das Computersystem ausgefallen war.

Händisch einchecken

Die Bildschirme an den Check-in-Schaltern blieben schwarz, Fluggäste mussten händisch eingecheckt werden. Das heißt beispielsweise, dass die Anhänger fürs Gepäck mit der jeweiligen Destination darauf nicht automatisch vom Computer ausgedruckt werden oder die Sitzplatzvergabe händisch vorgenommen werden muss. Diese Vorgänge dauern, weshalb einige Maschinen erst verspätet starten konnten.

AUA verwendet dasselbe Programm wie die Lufthansa

Nach Angaben von Johann Jurceka, Sprecher der Austrian, war das Problem am Wiener Flughafen gegen dreizehn Uhr behoben. Der Schaden habe sich in Grenzen gehalten.

Die AUA verwendet, neben weiteren internationalen Airlines, dasselbe Check-in-Programm wie die Lufthansa. Die deutsche Fluglinie meldete überhaupt, dass das betriebsinterne Computersystem weltweit an ihren Schaltern gegen 4.30 Uhr ausgefallen sei. Ein Computerausfall in dieser Größenordnung sei noch nie vorgekommen.

Es mussten mehrere innerdeutsche und europaweite Flüge storniert werden. Andere Maschinen starteten mit eineinhalbstündiger Verspätung. Die Frachttochter Lufthansa Cargo stellte den Transport innerhalb Europas auf Lkw um. (aw, DER STANDARD Printausgabe 24.9.2004)

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