Innovative Projekte, nachhaltige Effekte

  • Artikelbild
    foto: nachhaltigkeitstatenbank
  • Artikelbild
    logo: nachhaltigkeitstatenbank

NachhaltigkeitsTATENbank als Österreichs Leistungsschau zur Nachhaltigen Entwicklung

Die Umsetzung von Nachhaltigkeit beginnt auf regionaler Ebene. Innovative Ideen und deren Umsetzung stellen einen wichtigen Motor für einen Bewusstseinswandel und gelebte Nachhaltigkeit dar. Engagierte Menschen erfüllen eine Vorbildwirkung, ihre zahlreichen Projekte regen zum Nachahmen an. Mit über 150 Projekten und mehr als 700 Seitenabfragen pro Tag hat sich die NachhaltigkeitsTATENbank des Lebensministeriums als Österreichs Leistungsschau zur Nachhaltigen Entwicklung etabliert. Bis Ende Oktober können neue Projekte eine besondere Unterstützung, internationale Beachtung und ein Test-Monat mit dem Segway® Human Transporter, dem innovativsten Verkehrsmittel der letzten Jahre, gewinnen.

Das Leitbild Nachhaltige Entwicklung findet zusehends Eingang in politische und wirtschaftliche Konzepte. Die Herausforderung, die Bereiche Umwelt, Wirtschaft und Soziales in der Praxis ausgewogen zu berücksichtigen, stellt herkömmliche Strukturen und Denkmuster auf die Probe. Immer mehr Menschen und Institutionen stellen sich dieser Herausforderung und setzen konkrete Projekte um, die einen wesentlichen Beitrag zur Nachhaltigen Entwicklung in ihrer Region leisten.

Nachhaltigkeitsprojekte beleben die Region

Wie sehr innovative, nachhaltige Projekte die Belebung einer Region fördern können, sieht man am Beispiel der burgenländischen Gemeinde Güssing, die im Jahr 2004 von Gemeindebund und Wirtschaftsblatt unter 155 Einreichungen als "innovativste Gemeinde Österreichs" prämiert wurde. Der breite Einsatz einheimischer, erneuerbarer Energieträger hat nicht nur dazu geführt, dass Güssing nun eine energieautarke Gemeinde ist, sondern hat auch zur Ansiedlung von 50 neuen Betrieben und der Schaffung von mehr als 600 Arbeitsplätzen beigetragen. Mittlerweile kann Güssing als "Mekka der erneuerbaren Energieträger" bezeichnet werden, das internationalen Bekanntheitsgrad erlangt hat.. Das schlägt sich bereits in 30.000 zusätzlichen Übernachtungen pro Jahr nieder.

Einen großflächigen, systematischen Ansatz zur Erreichung Nachhaltiger Entwicklung hat man in Vorarlberg gewählt. Mit "Unternehmen V" wurde eine Plattform ins Leben gerufen, die sämtliche Akteure des Bundeslandes, die sich für einen nachhaltige Entwicklung auf kommunaler Ebene einsetzen, zusammenbringt. So konnten bereits viele Gemeinden und Projektträger bei der Durchführung ihrer Projekte motiviert und unterstützt werden. Die Plattform weist 16 nachhaltige Gemeinden und zahlreiche Einzelprojekte aus, die wichtige Impulse für die Entwicklung des gesamten Bundeslandes setzen.

Dass nicht nur Projekte auf kommunaler Ebene die Nachhaltige Entwicklung in einer Region vorantreiben können, zeigt ein Gemeinschaftsprojekt von "Bioernte Austria" und "die umweltberatung". Ziel dieses Projekt ist der Einsatz von biologischen Lebensmitteln in Gemeinschaftsverpflegungen. Der Grundstein dazu wurde mit drei sehr erfolgreichen Projekten in Tulln ("Einkaufsgemeinschaft Tulln"), im Mostviertel ("Ökoregionen im Mostviertel") und in Niederösterreich-Süd ("Bioregion NÖ-Süd") gelegt. Seither wurden in Niederösterreich flächendeckend rund 90 öffentliche Einrichtungen bei der teilweisen Umstellung auf Bio-Produkte betreut. Zu den Effekten des Projekts "Bio in der Großküche" zählen die Förderung der biologischen Landwirtschaft, der Erhalt der Wertschöpfung in der Region sowie die Reduktion der Transportwege, des Energieverbrauchs und der Kohlendioxid-Emissionen.

Die NachhaltigkeitsTATENbank – Drei Möglichkeiten zu gewinnen

Damit nachhaltige Projekte nicht nur Ihre Region beleben, sondern auch andere zu Nachahmung und Eigeninitiative motivieren, hat das Lebensministerium die NachhaltigkeitsTATENbank eingerichtet. Mit über 150 Projekten und mehr als 700 Seitenabfragen pro Tag hat sie sich als Österreichs Leistungsschau zur Nachhaltigen Entwicklung etabliert. Neben erfolgreich umgesetzten Projekten können auch Konzepte und Ideen erfasst werden, die erst am Anfang ihrer Umsetzung stehen. Bis Ende Oktober 2004 bietet die NachhaltigkeitsTATENbank drei Möglichkeiten zu gewinnen:

1. Unterstützung Ihrer Ideen: Testen Sie selbst, wie sehr Ihr Projekt oder Ihre Idee zur Nachhaltigen Entwicklung beiträgt. Eine einfache Checkliste zeigt Ihnen, wie sehr sie Taten für die Umwelt, für die Menschen und für die Wirtschaft gesetzt haben. Experten der Wirtschaftsuniversität Wien unterstützen Sie dabei gerne.

2. Internationale Beachtung: Die Präsentation Ihrer Projekte und Konzepte in der NachhaltigkeitsTATENbank ist kostenlos. Die Kurzbeschreibung der Projekte wird ebenfalls kostenlos auf Englisch übersetzt. Damit werden Österreichs beste Projekte in ganz Europa bekannt.

3. Eine Fahrt in die Zukunft: Unter den bis Ende Oktober 2004 neu eingetragenen Projekten wird ein kostenloser Monat mit dem Segway® Human Transporter, dem innovativsten Verkehrsmittel der letzten Jahre, verlost. Der Segway® Human Transporter ist ein selbst balancierender Elektroroller, der kinderleicht zu fahren ist. Er wurde in den USA entwickelt und ist erst seit wenigen Wochen in Österreich verfügbar.

Die Autorin:
Mag. Astrid Konrad ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Forschungs­schwerpunkt Nachhaltigkeit und Umweltmanagement der Wirtschafts­universität Wien und Betreuerin der Nachhaltigkeits­TATENbank

Die Nachhaltigkeits­TATENbank ist eine Initiative des Lebensministeriums

Ökoenergietourismus Güssing

Unternehmen V

Bio in der Großküche

Segway® Human Transporter
Share if you care