Verkehr als "Klimakiller Nummer Eins"

22. September 2004, 19:29
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Bewusstseinsumbildung zur umweltschonenden Mobilität - Öffis und Fahrrad statt Autofahren

Wien - Einen sehr medienwirksamen Anblick boten am Mittwoch die fünf Prominenten, die über die autofreie Wiener Ringstraße radelten: Umweltminister Josef Pröll (V), Staatssekretär Helmut Kukacka (V), ÖBB-Generaldirektor Rüdiger vorm Walde, Vorstandsdirektorin der Postbus AG Wilhelmine Goldmann und Olympia-Gold-Gewinnerin Kate Allen.

Mit der Aktion "Ring frei für die Umwelt" möchte das Umweltministerium gemeinsam mit seinen Partnern auf den Verkehr als "Klimakiller Nummer Eins" hinweisen und eine Bewusstseinsänderung in punkto Mobilität bewirken. Global 2000 prangerte zeitgleich an: "Einmal im Jahr Autofreier Tag zu feiern ist zu wenig für eine umweltgerechte Verkehrspolitik!"

CO2- reduzierte Fortbewegung

Im Rahmen einer gemeinsamen Pressekonferenz wies Pröll erneut auf die bedenkliche Entwicklung bei der Lärmbelastung und den zunehmenden Individualverkehr hin. Er betonte, dass sich der heutige autofreie Tag, an dem 199 Städte und Gemeinden teilnehmen, keineswegs gegen die Pkw-Fahrer richten sollte, sondern vielmehr ein Anstoß zur Bewusstseinsumbildung hin zur umweltschonenden Mobilität sein solle. "Das bedeutet: Weg vom Individualverkehr hin zu öffentlichen Verkehrsmitteln und dem Fahrrad", so der Minister.

Staatssekretär Kukacka meinte, dass "der autofreie Tag als umweltpolitisches Signal die Notwendigkeit des öffentlichen Verkehrs unterstreicht". Auch als wirtschaftspolitischer Faktor sei der öffentliche Verkehr von großer Bedeutung. Bedenklich sei allerdings, dass einer aktuellen Studie zufolge die Fahrgastzahlen stetig sinken, wobei die öffentlichen Ausgaben zu Gunsten des öffentlichen Personennahverkehrs deutlich steigen würden.

ÖBB präsentierte Aktion

Die ÖBB präsentierte eine Aktion zum autofreien Tag beispielsweise können Bahnfahrer zehn Tage lang - vom 16. bis 26. Oktober - zum halben Fahrpreis durch ganz Österreich gondeln.(APA)

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