Familie des entführten Briten sieht Hoffnungsschimmer

22. September 2004, 15:08
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Nach Ankündigung der irakischen Regierung, die inhaftierte Wissenschaftlerin freizulassen

London - Nach der Ankündigung des irakischen Justizministeriums, eine der beiden im Gefängnis Abu Ghraib inhaftierten irakischen Wissenschaftlerinnen könne freigelassen werden, hat die Familie des entführten Briten Kenneth Bigley Hoffnung geschöpft. "Das ist ein Hoffnungsschimmer, ein Hoffnungsschimmer, den wir gestern noch nicht hatten. Es ist nur ein Schimmer", sagte der Bruder des Verschleppten, Paul Bigley, dem britischen Fernsehsender ITV am Mittwoch.

Forderungen der Islamisten

Die Entführer des Briten, die Gruppe des jordanischen Islamisten Abu Mussab al-Zarqawi, haben die Freilassung aller weiblichen Gefangenen aus den Gefängnissen der US-Truppen im Irak gefordert und in den vergangenen Tagen zwei zusammen mit Bigley entführte Amerikaner grausam ermordet. Sie kündigten auch die Ermordung des Briten an, sollte ihre Forderung nicht erfüllt werden. Das Justizministerium in Bagdad hatte am Morgen mitgeteilt, die Biologin Rihab Taha stelle "keine Gefahr mehr für die Sicherheit des Landes" dar und könne gegen Kaution auf freien Fuß gesetzt werden.

US-Angaben zufolge sind im Gefängnis Abu Ghraib bei Bagdad nur zwei Frauen inhaftiert: Taha und die Biologin Huda Saleh Mehdi Amash. Ihre Freilassung gilt aber als unwahrscheinlich. (APA)

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