Flughafen Salzburg expandiert im Winter kräftig

29. September 2004, 13:11
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Airport W. A. Mozart bietet zahlreiche neue Flugverbindungen an und baut Position als größter Bundesländer-Flughafen kräftig aus

Salzburg - Der Flughafen Salzburg wird seine Position als größter Bundesländer-Airport ab kommendem Winter enorm ausbauen: Mit zahlreichen neuen Linienverbindungen (zum Beispiel nach Paris und wahrscheinlich auch nach Rom) sowie Low-Cost-Flügen (vier deutsche Städte) und Flügen zu 13 spanischen und portugiesischen Destinationen über das Drehkreuz Palma sollen die Passagierzahlen von 1,26 Millionen (2003) auf 1,6 bis 1,7 Millionen im nächsten Jahr ansteigen, was einem Plus von rund 30 Prozent entsprechen würde.

Größte Änderung seit Jahrzehnten

"Ab Winter gibt es die größte Änderung des Bedienungsbildes seit Jahrzehnten", kündigte Airport-Sprecher Richard Schano im Gespräch mit der APA an. Im Bereich der Linienflüge war Salzburg bisher zwar gut an das Netz der "Star Alliance" angebunden (vier Mal täglich Frankfurt, vier Mal täglich Wien und drei Mal täglich Düsseldorf), nicht jedoch an Europas größtes Netz von "Skyteam". Das ändert sich: Ab dieser Woche wird vom W. A. Mozart durch die Swiss der Flughafen Zürich (drei Mal täglich) angeflogen und ab Jänner 2005 mit Styrian auch Paris (zwei Mal pro Tag), vermutlich ab heurigem Dezember auch noch Rom, was aber noch von der Zukunft der Alitalia abhängt, so Schano. Die Styrian werde auch ein Flugzeug auf "Salzburg Spirit" lackieren.

Im Low-Cost-Sektor startet die TUI-Tochter Hapag-Lloyd Express ab November pro Woche fünf Flugverbindungen nach Köln und drei nach Hannover. Am 3. Dezember kommen noch je fünf Verbindungen nach Berlin und Hamburg dazu. "Das war der Wunsch der Wirtschaft und auch der bayerischen Nachbarn, die Flüge in die Hauptstadt wollten", so Schano. Ebenfalls neu ab Dezember sind acht Flüge pro Woche der britischen Low-Cost-Gesellschaft Thomsonfly (ebenfalls eine TUI-Tochter) aus Coventry in Großbritannien und jeden Samstag ein Flug von EU-Jet aus Manston (GB).

Neuerungen im Charter

Große Neuerungen im Charter gibt es vor allem im Outgoing, so Schano. Flyniki wird vier Mal wöchentlich (Montag, Mittwoch, Freitag, Sonntag) das Air-Berlin-Drehkreuz Palma anfliegen. Dort können die Fluggäste ohne Wartezeit auf Maschinen in 13 weitere Destinationen (Lissabon, Porto, Faro, Bilbao, Barcelona, Valencia, Alicante, Almeria, Murcia, Malaga, Jerez, Madrid und Ibiza) umsteigen. Über das Drehkreuz Nürnberg sind zudem Madeira, Antalya, Fez und Agadir erreichbar, die üblichen Direktflüge auf die Kanaren, in die Türkei und nach Ägypten bleiben im Winterflugplan. Wenig Veränderungen wird in Salzburg der Wintercharter im Incoming bringen, wo es wieder Flüge vor allem aus Großbritannien, Skandinavien und Russland geben wird.

Durch all diese Schritte sehe der Salzburg Airport sehr positiv in die Zukunft. "Wir müssen uns nicht fürchten", so Schano. Nach den 1,26 Mio. Passagieren im Vorjahr wird der Flughafen heuer etwa 1,4 Mio. Fluggäste abfertigen, 2005 könnten es 1,8 Mio. werden, wenn die Flugzeuge voll seien. Realistisch dürfe man mit 1,6 bis 1,7 Mio. Fluggästen rechnen, was im Vergleich zu 2003 einem Zuwachs von rund 30 Prozent entspricht. Da sich die neuen Flüge über die ganze Woche verteilen, gebe es auch keine zusätzlichen Belastungen für die Anrainer an den Wochenenden. (APA)

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