Pensionsexperte Rürup: Das war sicher nicht die letzte Reform

26. September 2004, 19:13
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Zwei Legislaturperioden Haltbarkeit gestand er dennoch zu - Kritik am enormen bürokratischen Aufwand durch Parallelrechnung

Wien Der deutsche Pensionsexperte Bert Rürup beurteilt das von der Regierung vorgelegte Modell zur Harminisierung der Pensionssysteme mit Skepsis. Im Ö1-"Morgenjournal" am Mittwoch meinte er, die Harmonisierung erfolge zu zaghaft. Die angestrebte langfristige Absicherung der Pensionen werde es nicht "in dem ursprünglich erwarteten Ausmaß" geben. "Es wird mit Sicherheit nicht die letzte Reform gewesen sein", so der Experte.

Ausführung der Pensionsharmonisierung läßt zu Wünschen übrig

Immerhin räumt Rürup ein, dass zwei Legislaturperioden - also acht Jahre - "Ruhe" sein werde. Insgesamt begrüßt er auch den "Mut" der Regierung bei der Harmonisierung - "nur die Ausführung lässt noch einiges zu wünschen übrig".

Parallelrechnung aus altem und neuem System

Kritisiert wird von dem Pensionsexperten der hohe bürokratische Aufwand durch die Parallelrechnung aus altem und neuen Pensionssystem und dass nur die Unter-50-Jährigen erfasst werde. Und die geplante Schwerarbeiterregelung hält Rürup für nicht durchsetzbar, weil es kaum verwertbare Daten gebe. (APA)

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