Muktada al Sadr verurteilt Geiselnahmen

22. September 2004, 19:54
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Schiiten-Führer: "Diese Methoden beschädigen das Image des Islam"

Najaf - Der radikale Schiiten-Prediger Muktada al Sadr hat die Entführungen von Ausländern im Irak scharf verurteilt. "Besonders schlimm ist die Entführung und Ermordung von Zivilisten, die im humanitären Bereich oder für die Medien arbeiten", sagte Sadr am Dienstag in einem Interview mit der Nachrichtenagentur dpa in Najaf. "Diese Methoden beschädigen das Image des Islam", fügte er hinzu.

Der radikale Schiitenführer kritisierte zugleich die Festnahme einiger seiner engsten Vertrauten in Najaf und Bagdad. Er rief die Übergangsregierung von Ministerpräsident Iyad Allawi auf, die Festnahmen von Anhängern seiner Bewegung zu beenden. Diese widersprächen der Waffenruhevereinbarung, die er Ende August mit Großayatollah Ali al Sistani getroffen hatte. "Wir müssen dringendst die Wunden dieser Nation heilen und verstehen, dass solche Aktionen nur denjenigen nutzen, die Gewalt zwischen den verschiedenen Religionsgruppen im Land wünschen." Das irakische Volk sei momentan dabei, "den Weg für eine demokratische Zukunft zu ebnen, um dem Land Stabilität zu bringen". (APA/dpa)

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