Leichtathletik: Annus kämpft um Gold

27. September 2004, 13:02
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Disqualifizierter Hammerwurf-Sieger zieht vor Internationalen Sportgerichtshof

Lausanne - Der ungarische Hammerwerfer Adrian Annus, dem bei den Olympischen Spielen in Athen seine Goldmedaille auf Grund einer verweigerten Doping-Kontrolle aberkannt worden war, hat am Dienstag den Internationalen Sportgerichtshof (CAS) in Lausanne angerufen um eine Annullierung dieser Entscheidung zu erwirken. Der 29-Jährige, der seine Medaille bisher nicht zurückgegeben hat, war als erster Olympiasieger trotz zweier negativer Dopingtests disqualifiziert worden.

Annus war sowohl vor, als auch nach der Konkurrenz kontrolliert worden, doch eine Analyse ergab, dass die Proben von verschiedenen Personen stammten. Auf Grund des Manipulations-Verdachtes wurde Annus vom IOC zu einem neuerlichen Test durch die Welt-Antidoping-Agentur (WADA) an die österreichisch-ungarische Grenze nach Schachendorf zitiert. Dort verweigerte Annus jedoch die Nachprobe und wurde disqualifiziert. Noch am selben Tag hatte der Ungar sein Karriereende bekannt gegeben. (APA/AFP)

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