Streit um freies Content-Management-System Mambo

24. September 2004, 18:15
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Online-Dienstleister warnt Nutzer vor zivil- und strafrechtlichen Konsequenzen

Brian Connolly, seines Zeichens Präsident des Online-Dienstleisters Furthermore warnt in einem offenen Brief die Nutzer des freien Content-Management-Systems Mambo vor der Gefahr zivil- und strafrechtlicher Verfolgung.

Umstrittener Code

Das System enthält laut Connolly gestohlenen Code - so sollen die Rechte des "Lead Story Block" in Mambo bei Furthermore liegen und wurden unerlaubt in Mambo integriert. Der offene Brief soll eine Warnung an die Nutzer sein, denn Furthermore soll bereits Klagen gegen Anwender vorbereiten. Diesem Vorwurf widersprechen die Mambo-Entwickler. Connolly ginge es vielmehr um einen Streit mit einem ehemaligen Entwickler und nicht mit Mambo selbst. Der umstrittene Code soll von einer GPL-Software abgeleitet sein und stehe damit automatisch unter der GPL.

Entwickler widerspricht

Auch der Entwickler des umstrittenen Codes widerspricht den Aussagen Connollys. Zwar habe er das entsprechende Modul für Furthermore entwickelt, doch gab es keinen Vertrag oder Abmachungen über die Rechte. Da es sich bei dem Modul um eine Ableitung von Mambo-Komponenten gehandelt hatte, wäre alles legitim. Zudem hättenm die beanstandeten Änderungen nicht mehr als neuen Codezeilen umfasst. Auch habe er den Code nicht in Mambo integriert, sondern die entsprechende Funktion neu implementiert und dynamisch gestaltet. Laut letzten Meldung ist Mambo ab der Version 4.5.1 aber von sämtlichen umstrittenen Code-Zeilen bereinigt.(red)

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