Thierse: Erfolge Rechtsextremer mehr als "Protest- oder Wutwahl"

23. September 2004, 10:47
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Bundestagspräsident warnt nach Landtags­wahlen: Rechtsextreme Gesinnung hat sich bei Jüngeren "tatsächlich festgesetzt"

Berlin - Die Erfolge rechtsextremer Parteien bei den Landtagswahlen in Sachsen und Brandenburg gehen nach Ansicht des deutschen Bundestagspräsident Wolfgang Thierse (SPD) "weit über das hinaus, was man Protest- oder Wutwahl nennen könnte". Es habe sich "in den Herzen und Köpfen von jüngeren Leuten tatsächlich eine rechtsextreme Gesinnung festgesetzt", beklagte Thierse am Dienstag im Bayerischen Rundfunk. Dies sei "das wirklich Beunruhigende".

Eine der Ursachen dafür sei, dass an der Jugendarbeit gespart worden sei, kritisierte der SPD-Politiker. Die rechtsextremen Parteien seien in diese Lücke gestoßen, indem sie Angebote für junge Leute geschaffen hätten. Dem müsse mit Jugendangeboten, ausreichend Ausbildungsplätzen und mehr Demokratieerziehung an den Schulen entgegen gewirkt werden, forderte Thierse. (APA)

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    Bundestagspräsident Thierse ist sehr besorgt wegen den Erfolgen rechtsextremer Parteien in Sachsen und Brandenburg.

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