US-Experten: Pollen von Gentech-Gras fliegt rund 20 Kilometer weit

23. September 2004, 21:20
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Flechtstraußgras häuft Golfplätzen angepflanzt - Wild-Gras wurde im Umkreis von etwa 14 Kilometern bestäubt

Washington - Einen für Gentechnik-Kritiker beunruhigenden Rekord melden US-Experten: Gentechnisch veränderter Pollen des Flechtstraußgrases (Agrostis stolonifera) verteilt sich bis zu rund 20 Kilometer in die Umgebung. Bestäubungen von Wildformen des Grases durch die gentechnisch manipulierte Form konnte noch in einer Entfernung von 14 Kilometern nachgewiesen werden. Die Untersuchungen werden in den Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS) veröffentlicht.

Golfplätze

Flechtstraußgras wird häuft auf Golfplätzen eingesetzt. Die Firmen Monsanto und Scotts haben gentechnisch veränderte Varianten des Grases entwickelt, die gegen das Pflanzenvernichtungsmittel (Herbizid) "Roundup" immun sind. Auf Grund der Ergebnisse fürchten Kritiker nun, dass die Manipulation, die an dem Gras vorgenommen wurde, auf andere Pflanzen übertragen könnte. Es würden unter anderem wahre Superunkräuter entstehen, die gegen Herbizide immun sind.

Experten betonen aber auch, dass sich die Ergebnisse beim Flechtstraußgras nicht auf andere Kulturpflanzen übertragen lassen. Die Pollen des Grases ist außergewöhnlich leicht und kann dadurch besonders leicht vom Wind vertragen werden. (APA)

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