Eingeschränkter Zugriff auf das Internet für US-Soldaten im Irak

28. September 2004, 10:36
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Militär lässt Webseiten mit Angaben zu den Verlusten der Streitkräfte sperren

Laut einer Meldung des Bloggers Eric Umansky sperrt das US-Militär seinen Soldaten im Irak den Zugang zu Webseiten, die sich mit den Verlusten der Streitkräfte befassen. Der Blogger veröffentlichte auf seiner Webseite die offizielle Bestätigung des Militärs.

Einschränkungen

US-Soldaten im Irak dürfen sich nur auf der offiziellen Webseite des US-Verteidigungsministeriums über über Tote und Verletzte informieren. Schon seit einiger Zeit gibt es Berichte wonach der Internetverkehr der US-Solgaten im Irak stark eingeschränkt sei. Neben dem Sperren bestimmter Internetdienste, gab es nach der Veröffentlichung der Folter-Bilder aus dem Gefängnis in Abu Ghraib von Einschränkungen beim Versenden von E-Mails.

Sperren

Umansky, Betreiber der Webseite icasualties.org, erhielt in den letzten Tagen Informationen wonach Soldaten auf diese Webseite nicht zugreifen können. Auf Nachfrage wurde zunächst gemeldet, dass es keine zentralen Netzblockaden geben würde, sondern nur auf lokaler Ebene Filter eingesetzt würden. Auch CNN berichtet auf einer eigenen Webseite über die Verluste der Armee. Auch diese Seite dürfte für Soldaten im Irak gesperrt worden sein. Als Begründung meldeten Armeesprecher, dass zunächst die engsten Angehörigen der Gefallenen von offizieller Seite benachrichtigt werden würden und inoffizielle Webseiten ungenaue Informationen verbreiten könnten. Allerdings beziehen sowohl icasualities wie auch CNN ihre publizierten Informationen direkt vom US-Verteidigungsministerium.(red)

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