Angehörige der britischen Geisel wenden sich an Blair

22. September 2004, 09:55
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"Bitte erfüllen Sie die Forderungen, so dass mein Vater freikommt" - Britische Regierung will aber hart bleiben

London - Die Angehörigen der im Irak entführten britischen Irak-Geisel Kenneth Bigley (62) haben sich in einem persönlichen Hilfsappell an Premierminister Tony Blair gewandt. Im britischen Fernsehen forderte Bigleys Sohn Craig (33) am Dienstag: "Bitte erfüllen Sie die Forderungen, so dass mein Vater freikommt." Der Appell der Familie des Ingenieurs aus Liverpool folgte der Enthauptung des US-Bürgers Eugene Armstrong, der zusammen mit Bigley und einem weiteren Amerikaner am vergangenen Donnerstag in Bagdad entführt worden war.

Blair bleibt bei harter Linie

Das britische Außenministerium hatte die Ermordung Armstrongs am am Montagabend als ein "schreckliches Verbrechen" verurteilt. Dadurch werde die Regierung in London aber nur in ihrer Entschlossenheit bestärkt, im Irak Sicherheit und Stabilität zu schaffen.

Blair hatte am Montag eine "harte Linie" gegenüber den Geiselnehmern angekündigt. Die Regierung werde aber alles in ihrer Macht stehende tun, um die Freiheit Bigleys zu erreichen. (APA/dpa)

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    Der Sohn der britischen Geisel Kenneth Bigley bittet Blair im TV darum, die Forderungen der Entführer zu erfüllen.

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