Linux in der Schule: Schüler sollen sich in zwei Welten zurechtfinden

28. September 2004, 14:33
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Zwischenbericht einer Studie vorgestellt - Bildungsministerium erhofft sich Kosteneinsparungen und pädagogische Vorteile

Für das Bildungsministerium ist die Strategie klar: "Jeder Schüler sollte sich bei Abschluss der Oberstufe in zwei EDV-Welten zurechtfinden können. Wir haben bei der Einführung eines alternativen Betriebssystems Aufholbedarf und werden viele Gelegenheiten nützen müssen." Das erklärte Christian Dorninger vom Bildungsressort bei der Präsentation eines Zwischenberichts der Studie "Linux für die Schule" am Montag, die derzeit von der Donau-Universität Krems erstellt wird. Darin wird im Auftrag des Ministeriums untersucht, wie sinnvoll der Einsatz des freien Betriebssystems Linux in der Schule ist.

Das Ziel der Studie

Ziel der Studie, die bis zum Frühjahr 2005 fertig werden soll, "ist die Erstellung einer Entscheidungsgrundlage für die Schulerhalter bei der Wahl der künftigen IT-Strategie, sowie das Verfassen eines Leitfadens für einen allfälligen Umstieg von Windows auf Linux", so der Projektleiter Gerhard Schwed von der Donau-Uni. Neben den möglichen Kosteneinsparungen erhofft man sich an den Schulen auch weitere pädagogische Vorteile, so unter anderem mehr Flexibilität und Vielfalt in der Ausbildung und den Wegfall von Raubkopien durch die Schüler. Für das Bildungsministerium sieht Dorninger einen weiteren Vorteil, der für Open-Source-Software spreche: "Das ist sicherlich der Kostenfaktor, der für mich allerdings hinter dem pädagogischen Mehrwert liegt."

"Big Year" für Linux

Chris DiBona, Programm-Manager bei Google, prognostizierte im Rahmen des Symposiums 2005 als das "big year" für Linux. Aus seiner Sicht sprechen die verbesserte Benutzerfreundlichkeit, die Kosten, die Sicherheit und das Thema Eigentum für Open Source Software wie etwa das Betriebssystem Linux. In allen vier Punkt schneide Open-Source besser ab als kommerzielle Software. Sein Aufruf hinsichtlich IT-Nutzung an das Publikum, in dem sich vor allem Lehrer befanden: "Erziehen Sie mündige Bürger und nicht Konsumenten!"(APA)

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