Bush schließt raschen Truppenabzug aus

22. September 2004, 11:30
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Lage sei "verteufelt schwierig"

Washington - US-Präsident George W. Bush hat einen raschen Truppenabzug aus dem Irak ausgeschlossen. Es mache keinen Sinn, die US-Truppen zeitig abzuziehen, weil es dann im Irak noch gefährlicher werde, sagte Bush am Montag (Ortszeit) auf einer Wahlkampfveranstaltung in Derry im US-Bundesstaat New Hampshire. Aufgabe sei es, Iraker auszubilden und so rasch wie möglich auf den Weg von Demokratie und Stabilität zu führen, bevor die Truppen zurückkommen könnten.

Bush wies in seiner Rede die Kritik seines demokratischen Herausforderers John Kerry zurück. In seiner bisher schärfsten Attacke hatte Kerry am Montag in New York dem Präsidenten Versagen von historischen Ausmaßen im Irak vorgeworfen und dessen Entscheidungen als katastrophal bezeichnet.

Kein zeitlicher Rahmen

Bush räumte ein, dass die Lage im Irak "verteufelt schwierig" sei. Einige Kräfte versuchten, die Demokratie aufzuhalten und die US-Streitkräfte zum Abzug zu bewegen. Bush lehnte in diesem Zusammenhang auch jeden zeitlichen Rahmen für einen Truppenabzug ab, weil die "Feinde" diese Frist dann aussitzen würden. (APA/dpa)

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