Chirac ruft erneut zur Freilassung französischer Geiseln auf

21. September 2004, 22:00
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Staatschef: Frankreichs Irak-Politik ist unverändert

New York - Frankreichs Präsident Jacques Chirac hat erneut die Entführer zweier französischer Journalisten und ihres syrischen Fahrers im Irak aufgefordert, ihre Geiseln freizulassen. Er appelliere dabei an "Gerechtigkeit und Menschlichkeit", sagte Chirac am Montag (Ortszeit) vor Journalisten bei den Vereinten Nationen in New York. Die Reporter Christian Chesnot und Georges Malbrunot seien "zwei Männer, die nur ihrer Arbeit nachgingen und niemandem Unrecht taten". Chirac äußerte "Entsetzen und Unverständnis" über die Enthauptung des im Irak entführten US-Bürgers Eugene Armstrong.

"Frankreichs Irak-Politik hat sich nicht geändert"

Zugleich betonte der Staatschef, Frankreich halte an seiner Irak-Politik fest. "Die französische Irak-Politik hat sich nicht geändert und wird sich nicht ändern", sagte er. Dies gelte auch, falls der Demokrat John Kerry die Präsidentschaftswahl in den USA gewinnen sollte. In Chiracs Umfeld hieß es, Paris sei weiterhin bereit zur Ausbildung von irakischen Sicherheitskräften, wolle jedoch nach wie vor keine eigenen Truppen in das Land entsenden, auch nicht zum Schutz von UN-Personal. Frankreich zählt mit Deutschland zu den entschiedenen Gegnern des Irak-Krieges. (APA)

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    Jaques Chirac bemüht sich um die Freilassung der beiden verschleppten Journalisten.

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