Neuer Literaturpreis auf Leipziger Buchmesse

24. September 2004, 22:25
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Mit 45.000 Euro dotierter Preis wird ab 2005 vergeben

Leipzig - In Deutschland wird es vom kommenden Jahr an eine wichtige neue Literaturauszeichnung geben: Der "Preis der Leipziger Buchmesse" ist mit 45.000 Euro dotiert und soll erstmals am 17. März 2005 bei einem Festakt in Leipzig vergeben werden. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur (dpa) am Montag. Damit reagiert die Messe auf die Ankündigung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, den "Deutschen Bücherpreis" abzuschaffen. Dieser Preis war seit drei Jahren zur Leipziger Buchmesse verliehen worden, das Konzept war aber auf Kritik gestoßen.

Mit dem neuen Leipziger Preis werden herausragende deutschsprachige Neuerscheinungen in den drei Kategorien "Belletristik", "Sachbuch und Essayistik" sowie "Übersetzung" ausgezeichnet. Jeder Bereich ist mit 15.000 Euro dotiert. Alle Verlage können bis Ende November 2004 drei Titel für jede Kategorie vorschlagen. Im Februar 2005 soll eine Nominierungsliste veröffentlicht werden.

Der Preis wird von der Stadt Leipzig, dem Freistaat Sachsen und dem Literarischen Colloquium Berlin unterstützt; der Börsenverein ist nicht dabei. Zur Jury gehören neben der Literaturkritikerin Sigrid Löffler weitere Branchenkenner: Martin Lüdke (Südwestrundfunk), Richard Kämmerlings ("Frankfurter Allgemeine Zeitung"), Franziska Augstein ("Süddeutsche Zeitung"), Norbert Miller (Technische Universität Berlin), Andrea Köhler ("Neue Zürcher Zeitung") sowie Klaus Reichelt vom Mitteldeutschen Rundfunk (MDR).

Das vom Börsenverein verantwortete Konzept des "Deutschen Bücherpreises" war auf Kritik gestoßen, auch das Zuschauerinteresse an der vom MDR produzierten Fernsehgala war gering. (APA/dpa)

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