Schuberts Rückkehr in die Wieden

26. Dezember 2004, 22:23
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Die Freie Bühne Wieden zeigt Schubert in den Twenties, seine krampfhafte Liebe zu Therese und/oder Anna, seinen einzig erfolgreichen Auftritt im Musikverein

Bei Franz Schubert kennt er sich aus, denn zu den über 1000 Fernsehfilmen, die Gerald Szyszkowitz in seiner mehr als zwanzigjährigen Laufbahn als Fernsehfilmchef des ORF produzierte, gehört auch Fritz Lehners Schubert-Film "Mit meinen heißen Tränen". Als Direktor der Freien Bühne Wieden (seit 2001) hat sich Szyszkowitz längst aufs Stückeschreiben verlegt und setzte im Juni bei den neu gegründeten Schlossspielen Sitzendorf (Intendanz: Michaela Ehrenstein) sein Schubert-Stück an den Beginn einer Reihe persönlichkeitsorientierter Werke (nächstes Jahr soll zum Staatsvertragsjubiläum ein Figl-Stück, 2006 dann eins zu Egon Schiele folgen). Alle drei Persönlichkeiten sind mit dem Tullnerfeld verbunden; Franz Schubert hat im Schloss Sitzenberg nahe gelegenen Atzenbrugg mehrere Sommer verbracht und dort die gleichnamigen Tänze geschrieben.

Im Stück geht es um Schubert in den Twenties, seine krampfhafte Liebe zu Therese und/oder Anna, seinen einzig erfolgreichen Auftritt im Musikverein, seine frühe Krankheit. Die letzte Szene führt den Komponisten heim auf die Wieden. (red/DER STANDARD, Printausgabe, 21.9.2004)

Freie Bühne Wieden, 4., Wiedner Hauptstraße 60b, 0664/372 32 72. 20.00
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