SP-Chefin Elke Sader neue Klubobfrau

26. September 2004, 12:20
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"In den nächsten fünf Jahren geht es darum, Vorarlberg als sozial- und gesundheitspolitisches Vorbild-Land zu positionieren"

Bregenz - Die Vorarlberger SPÖ-Landesparteivorsitzende Elke Sader soll nun auch die Landtagsfraktion der Sozialdemokraten führen. Das hat der Landesparteivorstand am Montagabend einstimmig empfohlen. Wie die SPÖ nach der Sitzung des Landesparteivorstands bekannt gab, wird die Bestellung Saders am 29. September bei der konstituierenden Klubsitzung erfolgen. Der bisherige Klubobmann Günther Keckeis hatte nach 30 Jahren im Landesparlament auf eine neuerliche Kandidatur bei der Landtagswahl verzichtet.

SPÖ-Schwerpunkte

Als SPÖ-Schwerpunkte in den kommenden Jahren wurden die Gesundheits- und Sozialpolitik festgelegt. Großen Zuspruch bei der Bevölkerung habe bereits die Sader-Initiative "Kindergesundheit stärken" mit mehr als 2.000 Unterstützungserklärungen innerhalb weniger Wochen oder etwa der Vorschlag nach Schaffung einer Clearingstelle für Sozialleistungen gefunden. "In den nächsten fünf Jahren geht es darum, Vorarlberg als sozial- und gesundheitspolitisches Vorbild-Land zu positionieren", sagte die praktizierende Gynäkologin Sader.

"Außergewöhnliches Engagement"

Große Zufriedenheit herrschte bei der SPÖ Vorarlberg über den Zugewinn von rund vier Prozentpunkten und das Zurückerobern des zweiten Platzes auch am Tag nach der Wahl. "Wir haben alle gesteckten Wahlziele erreicht", freute sich die designierte Klubobfrau Sader. Der Wahlsonntag habe klar gezeigt, dass sich die Vorarlberger eine stärkere Vertretung durch die SPÖ wünschten. In der Wahlanalyse strich Sader das "außergewöhnliche Engagement" des gesamten Teams hervor. Als Erfolgsfaktor habe sich auch der glaubwürdig Themenmix herauskristallisiert. Die SPÖ habe im Wahlkampf vermitteln können, dass sie die Probleme der Menschen ernst nehme und deren Interessen vertrete. (APA)

  • Bild nicht mehr verfügbar

    Die SP-Spitzenkandidatin nach der Wahl.

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