Steirer VP will es Vorarlberg nachmachen

22. September 2004, 16:11
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Landesrat Schützenhöfer ist "ermuntert" zu einem "eigenständigen Weg"

Graz - Die nächsten Landtagswahlen finden in der Steiermark statt, und die steirische ÖVP fühlt sich vom "großartigen, überwältigendem" Vorarlberger Wahlergebnis "ermuntert", sagte Landesrat Hermann Schützenhöfer am Montag. Landeshauptfrau Waltraud Klasnic hat einen Wahlgewinn von zuletzt elf Prozent und ein Ergebnis von 47,4 Prozent zu verteidigen.

Die Steiermark wird voraussichtlich im Herbst 2005 wählen. Die SPÖ stellt jedoch heute, Dienstag, in der Landtagssitzung einen Neuwahlantrag, über den am Donnerstag im Landtag abgestimmt wird. Die ÖVP ließ erkennen, dass sie dagegen stimmen wird.

Von Wien abgrenzen

Die Lehre aus Vorarlberg liegt für Schützenhöfer auf der Hand: "Das Hemd ist näher als der Rock." Die steirische ÖVP werde zwar keine vordergründige Anti-Wien-Ressentiments schüren, wohl aber einen "eigenständigen Weg" gehen. Schützenhöfer: "Wir wissen, wo wir uns abzugrenzen haben."

Obwohl die steirische ÖVP loyal zur Bundesregierung steht, möchte Schützenhöfer dennoch einen kritischen Punkt anmerken. Die Regierung Wolfgang Schüssel habe "Meilensteine in der Familien und Sozialpolitik geschaffen". wie das Karenzgeld oder die Familienhospiz. Die "guten Taten" würden aber nicht der Regierung gut geschrieben. Schützenhöfer: "Die Übersetzung muss verbessert werden. Es darf nicht die kühle Rationalität regieren. Zum Verstand muss man auch Herz zeigen. Schlag nach bei Waltraud Klasnic." (mue/DER STANDARD, Printausgabe, 21.9.2004)

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