"Die größten Killer"

29. September 2004, 22:43
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Milliardengeschäft mit illegalen Kriegswaffen

Wien – Aus ehemaligen Kriegsgebieten "übrig gebliebene" Kleinwaffen sind weltweit ein Problem. Sind die Kämpfe erst einmal beendet, werden Faustfeuerwaffen, Maschinenpistolen, Handgranaten und Raketenwerfer entweder illegal an Kriminelle verscherbelt oder einfach ins nächste Krisengebiet geschmuggelt. So tauchen etwa selbst in afrikanischen Regionen immer wieder Kalaschnikows auf, die vier "C" eingebrannt haben, das Zeichen der serbischen Tschet^niks aus dem Balkankrieg.

Das UNO-Kinderhilfswerk Unicef und das Internationale Konversionszentrum Bonn (BICC) bezeichnen Kleinwaffen als "die größten Killer". Durch Sturmgewehre, Maschinenpistolen und Maschinengewehre würden jedes Jahr eine halbe Million Menschen getötet – mehr als durch alle anderen Waffensysteme.

Nach Schätzungen werden jährlich 300 Millionen Kleinwaffen illegal gehandelt, die angenommene Gewinnspanne reicht von fünf bis zehn Milliarden US-Dollar (4,1 bis bis 8,2 Milliarden Euro). Unicef und BICC fordern, dass das Einsammeln von Kriegswaffen Bestandteil jedes Friedensvertrages sein soll. (simo, Der Standard, Printausgabe, 21.09.2004)

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BICC

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