Konkurrenz für Print und Fernsehen

27. September 2004, 13:45
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Studie über "Online-Medien und E-Commerce 2008"

Online-Medien werden in den kommenden Jahren zur ernsthaften Konkurrenz für Zeitungen und das Fernsehen, ist die Kernaussage einer neuen Studie im Rahmen der Reihe "mediareports Prognos".

Vollwertige Konkurrenz

Bereits über 60 Prozent der Bevölkerung haben Internetzugang und damit erreichen die Online-Medien die kritische Masse. Schon heute machen sich die komparativen Vorteile der Online-Medien wie Aktualität und einfache Erreichbarkeit im Informationsverhalten der regelmäßigen Internet-Nutzer bemerkbar. Bis 2008 wachsen die Online-Medien zur vollwertigen Konkurrenz heran.

Neben der Nutzung zu Hause werden Online-Medien auch tagsüber im Büro genutzt. In diesem neuen und exklusiven Nutzungsfenster erschließen die Online- Medien auch ein neues Werbemarktsegment.

Informationsverhalten verändert

"Online-Medien sind in den letzten Jahren so professionell geworden, dass eine wachsende Schicht vor allem junger Menschen das Informationsverhalten geändert hat", meinen die beiden Autoren der Studie, Josef Trappel und Michaela Wölk.

Viele ziehen Online-Medien für die schnelle Information den Zeitungen und auch dem Fernsehen vor. Auch wenn die empirische Datenlage noch keine endgültigen Schlüsse zulässt, machen sich die Online-Medien auch in der Mediennutzungszeit bemerkbar. Mit der Internet- Nutzung sinkt tendenziell die Nutzung von Print und Fernsehen.

Insgesamt prognostiziert der Report für den Zeitraum für 2008 eine deutlich verschärfte Konkurrenz zwischen den Online-Medien und den Zeitungen sowie dem Fernsehen, zunächst im Nutzungsverhalten der User, etwas zeitverzögert dann auch im Buchungsverhalten der werbetreibenden Wirtschaft. (sku)

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