Ein gutes Zubrot mit Werbung

4. Oktober 2004, 13:54
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US-Schauspieler, wie Jennifer Aniston für Heineken, lukrieren weltweit mit Werbespots beträchtliches Zusatzeinkommen

US-Celebrities wollen nicht, dass ihre Werbeauftritte außerhalb der USA in ihrer Heimat ein breites mediales Echo hervorrufen. Sie sind jedoch bereits fixer Bestandteil von Werbespots in Europa und Asien. Die weltweite Vernetzung macht das Bekanntwerden dieser Spots relativ einfach und es ist nahezu unmöglich, die Kampagnen nur mehr auf die Zielländer zu beschränken. Einige Stars versuchen auch, diese Entwicklung mit Klagen zu unterbinden. Als aktuelles Beispiel hierfür dient die Hollywood-Schauspielern Jennifer Aniston, die für den Getränkekonzern Heineken außerhalb der USA wirbt, so das "Wall Street Journal".

Zwischen einer und fünf Millionen Dollar Einnahmen

Die europäischen Werbeunterbrechungen sind mittlerweile gefüllt mit mit US-Amerikanischen Celebrities. Als Beispiel hierfür dient "Sex and the City"-Star Sarah Jessica Parker, die europaweit Lux-Duschgel des Unilever-Konzerns promotet. Popsängerin Christina Aguilera stellt in Großbritannien ihre Persönlichkeit in die Dienste des Mobilfunkanbieters Virgin. Während der vergangenen zehn Jahre hat sich der prozentuelle Anteil von Kampagnen mit Celebrities weltweit auf geschätzte 17 Prozent verdoppelt. Eine einzelne Kampagne kann einem Star zwischen einer und fünf Millionen Dollar einbringen. Diese wissen um diese zusätzliche Einnahmequelle.

Der bis dato vorherrschende Glaube, dass die Werbepräsenz einer bekannten Persönlichkeit deren Image schaden kann, nimmt zusehends ab. Die Präsenz in Werbespots unterstützt Hollywood-Stars mittlerweile beim Verkauf von Kinokarten, sind sich Experten einig. Vor allem in Ländern außerhalb der USA sei der erste Kontakt zu einem Hollywood-Celebrity via Werbung durchaus ein Impuls, sich dessen nächsten Film anzuschauen.

Japander.com

Für Fans hat sich das Aufspüren solcher Spots mittlerweile zu einem Sport entwickelt. Ein Beispiel hierfür ist seit einigen Jahren die Website Japander.com. Ein großes Archiv zeigt TV-Spots angefangen von George Clooney für Toyota (2001) über Harrison Ford (Mitte der 90er) und einer Biermarke bis hin zu Pop-Ikone Madonna, die 1995 einen Reis-Drink promotet. Spots mit Meg Ryan und Leonardo DiCaprio sind hier allerdings nicht mehr zu finden, da deren Anwälte dem Betreiber der Website gerichtliche Schritte angedroht haben, falls er deren Spots nicht von der Website gibt. (pte)

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