Weibliche Gewaltopfer wenden sich vermehrt an Telefonhilfe

22. September 2004, 11:41
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Rund 50 Hilfesuchende wählen täglich die Nummer 0800 222 555

Wien - Frauen, die von Männern bedroht oder angegriffen werden, suchen immer häufiger Hilfe und Unterstützung per Telefon. Und zwar über die bundesweite, kostenlose "Frauenhelpline" gegen Männergewalt, die über 0800 / 222 555 zu erreichen ist. Waren es im Gründungsjahr 1999 nur drei bis vier Anrufe, die täglich bei der Beratungshotline eingingen, sind es heute schon durchschnittlich 50. Hilfe suchen die Betroffenen zunehmend an Wochenenden, Feiertagen oder in der Nacht. Das teilte die Einrichtung am Montag in einer Aussendung mit.

Nicht nur die Gewaltopfer selbst, sondern auch Angehörige, Freunde und Kollegen suchen bei den sieben Beraterinnen, die Tag und Nacht im Einsatz sind, Trost und Hilfe. Auch die Zahl von Anruferinnen in Krisensituationen beziehungsweise akuten Gewaltsituationen steige stetig.

"Wenn zum Beispiel der Mann vor der Türe steht und die Frau bedroht, kommt es mitunter vor, dass sie sich an uns wendet und wir dann die Exekutive einschalten", berichtete Maria Rösslhumer von der Beratungshotline. Die Spitzenzeit für die Telefonistinnen der Frauenhelpline ist vor allem am Nachmittag, aber auch nachts, an Wochenenden und Feiertagen sind die Sozialarbeiterinnen und Psychologinnen vermehrt im Einsatz. (APA)

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