Vermutlich Zusammenhang mit Waffenlager vom 10. September

20. September 2004, 17:48
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Am 10. September wurde nach anonymem Hinweis im Wienerwald ein Depot entdeckt

Wien - Die tödliche Explosion auf der Wiener Höhenstraße am Montag dürfte in Zusammenhang mit dem Fund eines Waffenlagers im Wienerwald vor rund eineinhalb Wochen stehen. Das dort entdeckte Kriegsmaterial ist vermutlich von bosnischen Serben während des Balkankrieges versteckt worden.

Beamte des Bundesamtes für Verfassungsschutz und Terrorbekämpfung (BVT) waren am 10. September nach einem bei der Infoillustrierten "News" eingegangenen Hinweis zu dem Ort ausgerückt, den der anonyme Anrufer der Redaktion genannt hatte. Nahe der Westautobahn (A 1) auf Höhe Purkersdorf (Bezirk Wien-Umgebung) fanden die Beamten mit Reisig bedeckte schwarze Müllsäcke voll mit Waffen. Das Depot enthielt 34 Handgranaten, eine Panzerfaust (Typ M 80), eine Gewehrgranate, Maschinengewehre (acht Kalaschnikows "AK-47" lang und 14 "AK-47" kurz mit insgesamt 83 Magazinen), eine Maschinenpistole mit zwei Magazinen und eine Rolle Sprengstoff TNT.

Waffen aus dem ehemaligen Jugoslawien

Die Waffen stammen vermutlich aus den Kriegsgebieten im ehemaligen Jugoslawien. Die Fahnder gingen von Anfang an davon aus, dass es weitere solcher Verstecke im Großraum Wien gibt.

Laut "News" hatte der Informant in akzentfreiem Deutsch angegeben, dass "bosnische Serben, die seit Jahrzehnten als anständige Gastarbeiter in Österreich leben, Depots angelegt" hätten. Das Kriegsmaterial sei gebunkert worden, weil viele fürchteten, dass der Krieg am Balkan auf Österreich übergreifen könnte. Sich direkt an die Polizei zu wenden, sei nicht möglich: "Schließlich haben wir in Österreich Kriegsgerät gehortet und uns dadurch strafbar gemacht."(APA)

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