Zwei sunnitische Geistliche in Bagdad ermordet

21. September 2004, 20:36
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Mitglieder des Ulema-Rates vor Moscheen erschossen

Bagdad - Im Irak sind zwei sunnitische Geistliche der einflussreichen sunnitischen Vereinigung muslimischer Gelehrter ermordet worden.

Scheich Mohammed Jadoa al Janabi sei vor einer Moschee im überwiegend von Schiiten bewohnten Bagdader Stadtteil Al Baja erschossen worden, teilte der Ulema-Rat am Mittag mit. Erst am Morgen hatte die Vereinigung gemeldet, dass am Sonntag Scheich Hasem al Saidi, eines ihrer Mitglieder, im Stadtteil Sadr erschossen worden sei. Auch dieses Attentat ereignete sich vor einer Moschee.

Die Organisation hat mehrfach bei der Vermittlung zwischen Geiselnehmern und ausländischen Regierungen geholfen.

Opfer war für interreligiöse Zusammenarbeit zuständig

Saidi war ein Mitglied des Rats der Ulemas - die wichtigste Organisation sunnitischer Geistlicher im Irak - und nach Angaben eines Sprechers der Ulemas für die Zusammenarbeit mit anderen Religionsgruppen zuständig. Die Leiche Saidis, der den Rang eines Imams innehatte, sei am Morgen vor einer sunnitischen Moschee in Sadr City gefunden.

Unterdessen wurde bekannt, dass bei einem Raketenangriff bei Latifijah, 60 Kilometer südlich von Bagdad, am Sonntagabend drei Offiziere der Nationalgarde getötet wurden. Die drei Nationalgardisten waren gerade auf dem Rückweg von einer Beerdigung gewesen, wie ein Kommandeur der Nationalgarde mitteilte. (APA/AP/AFP)

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