"Alternativer Nobelpreis" für Bianca Jagger

20. September 2004, 19:57
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Weitere Preisträger des Right-Livelihood-Award: AKW-Gegner und Sowjet-Opferhilfe - mit Kopf des Tages

Hyderabad - Der Alternative Nobelpreis geht in diesem Jahr an die Menschenrechtlerin Bianca Jagger, den argentinischen Atomkraftgegner Raul Montenegro sowie eine russische Organisation zur Erinnerung an die Opfer der Sowjet-Ära. Der Gründer des "Right Livelihood Award", der Deutsch-Schwede Jakob von Uexküll, sagte am Montag, die drei Ausgezeichneten würden sich das Preisgeld von zwei Millionen schwedischen Kronen (219.561 Euro) teilen. Die 1980 ins Leben gerufene Ehrung wurde diesmal in der indischen Stadt Hyderabad und nicht wie üblich in Schweden vergeben. Damit wollte die Stiftung die Rolle der Entwicklungsländer hervorheben.

Jahrelanger Kampf gegen Atomlobby

Die in Nicaragua geborene Jagger bekam den Preis für ihr jahrelanges Engagement für die Menschenrechte und gegen die Todesstrafe. Der Biologe Montenegro wurde für seinen Kampf gegen die lateinamerikanische Atomkraftlobby geehrt. Die 1988 gegründete Moskauer Organisation "Memorial" ("Gedenken") wurde ausgezeichnet, weil sie die Schrecken der Arbeitslager (Gulags) unter Stalin dokumentiert und Angehörige der Opfer unterstützt.

Mit dem Alternativen Nobelpreis werden jährlich Projekte und Persönlichkeiten ausgezeichnet, die "praktische und beispielgebende Antworten" auf drängende gesellschaftliche Fragen liefern. (APA/AFP)

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    Bianca Jagger engagiert sich für die Rechte der Indigenas Ecuadors gegen den US Ölkonzern Chevron Texaco

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