Madonna sorgte für Trubel in Jerusalem

24. September 2004, 21:17
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Pilgertour zum Grab eines Rabbis - Zwei Leibwächter nach Prügelei festgenommen

Jerusalem - Madonnas Pilgertour zum Grab eines Rabbis hat in der Nacht zum Sonntag für großen Medienrummel in Jerusalem gesorgt. Die Popdiva verhandelte mit den Fotografen: "Wenn ihr uns fünf Minuten alleine lasst, dürft ihr danach ein Bild machen." Die Sängerin verbrachte mit ihrem Mann Guy Ritchie mehr als eine Stunde in dem Mausoleum des Kabbala-Mystikers Jehuda Aschlag. Sie stellte Kerzen an seinem Grab auf, sang und betete.

Am Ende der Zeremonie sei Madonna zu Tränen gerührt gewesen, berichten Augenzeugen. Anhänger der Kabbala glauben, dass Wünsche in Erfüllung gehen, wenn sie Gräber von Gelehrten besuchen. Solange sich Madonna in der Grabstätte aufhielt, schirmten ihre Wächter den Eingang mit schwarzen Tüchern ab und blendeten die draußen stehenden Fotografen mit Blitzlichtern.

"Sie hat kein Recht, hier zu sein"

Anschließend fuhr Madonna zur Klagemauer, stieg an der heiligen Stätte aber nicht aus dem Wagen. An der Mauer erwarteten sie mehrere junge Gläubige. Einige von ihnen riefen: "Sie hat kein Recht, hier zu sein."

Am Freitag hatte die Polizei in Tel Aviv zwei von Madonnas Leibwächtern nach einer Rauferei mit Journalisten festgenommen. Zwei der vor einem Hotel in der Küstenstadt wartenden Fotografen und ein Polizist, der zwischen die Streitenden gehen wollten, wurden verletzt, wie ein Polizeisprecher mitteilte. Bei dem Gerangel stießen die Leibwächter einen Fotografen in der Hotelhalle zu Boden und traten ihm ins Gesicht.

Die Pop-Diva hält sich zum jüdischen Neujahrsfest mit 2.000 anderen Kabbala-Schülern in Israel auf. Sie interessiert sich seit einigen Jahren für den jüdischen Mystizismus. Sie nennt sich inzwischen Esther und tritt am jüdischen Sabbat nicht mehr auf.(APA/AP)

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    Madonnas Pilgertour zum Grab eines Rabbis hat in der Nacht zum Sonntag für großen Medienrummel in Jerusalem gesorgt.

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