Historisch surfen - Logisch programmieren

26. September 2004, 20:55
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Historisch surfen

Die Universität Basel hat mit ihrem Projekt Patho Brasiliensis den Hauptpreis des renommierten deutschsprachigen mediendidaktischen Hochschulpreis Medida-Prix erhalten. Ausgezeichnet wurden aber auch das österreichischen Web-Projekt Pastperfect.at der Universität Wien. Das im Jahr 2000 unter der Leitung von Wolfgang Schmale am Institut für Geschichte gestartete Projekt bietet eine multimediale Zeitreise durch die Geschichte Europas zwischen 1492 und 1558. Dabei präsentiert das Hypertextnetzwerk die Wende zur Neuzeit nicht als Abfolge von Köpfen, Zahlen und Schlachten, sondern verknüpft Politik, Ökonomie und Religion mit u. a. Alltags- und Mentalitätsgeschichte oder Genderforschung. Über 700 Geschichten und 78.000 Links erzählen von spektakulären Ereignissen, berühmten Personen oder geschichtswissenschaftlichen Betrachtungen. Schmale, Jahrgang 1956, ist seit 1999 Universitätsprofessor am Institut für Geschichte. Davor war er Dozent in Buch, Tours (Frankreich), Braunschweig, Graz und München. Schmale ist Autor mehrerer Bücher. Zuletzt veröffentlichte er: Geschichte der Männlichkeit in Europa.

Logisch programmieren

Der gebürtige Braunauer Michael Fink (geb. 1973) erhält den Heinz Zemanek-Preis für seine Dissertation "Declarative Logic-Programming Components for Information Agents" (Deklarative Logische Progammierung für Komponenten von Informationsagenten). Der Preis wird von der Österreichischen Computergesellschaft (OCG) jedes zweite Jahr für hervorragende Forschungsarbeiten auf den Gebieten der Informatik und fachverwandter Bereiche verliehen. Fink war unter anderem Mitarbeiter der Firma Alcatel und an der TU Wien am Institut für Informationssysteme sowie Studienassistent für Logikorientierte Programmiersprachen und Datenmodellierung. Zuletzt absolvierte er eine Weltreise. (DER STANDARD, Print-Ausgabe, 20. 9. 2004)

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