Berliner MoMA-Schau schafft den Europa-Rekord

24. September 2004, 12:05
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Keine Ausstellung war so erfolgreich wie diese: 1,2 Millionen Besucher kamen und staunten

Berlin - Die MoMA-Ausstellung in Berlin, die am Sonntag nach sieben Monaten zu Ende ging, ist die bisher erfolgreichste Kunstausstellung Europas. Mehr als 1,1 Millionen Menschen haben die rund 200 Meisterwerke aus dem New Yorker Museum of Modern Art (MoMA) in der Neuen Nationalgalerie gesehen. Etwa 70 Prozent waren auswärtige Besucher. Die Veranstalter hatten ursprünglich mit etwa 700.000 Besuchern gerechnet.

Seit die Berliner MoMA-Dependance am 20. Februar ihre Pforten öffnete, begehrten Hunderttausende Kunstliebhaber Einlass. Viele waren bereit, ein so genanntes VIP-Ticket für 27 Euro zu kaufen. Das kostete zwar ungefähr das Doppelte als die normale Eintrittskarte. Dafür ersparte der Besitzer sich aber das stundenlange Beine-in-den-Bauch- stehen. Denn mit einem VIP-Ticket konnte man sofort in die Galerie. Im Internet wurden solche Billetts für 50 Euro und mehr verkauft. Die Nachfrage bestimmte den Preis. Schon deutlich vor dem Ende der Schau hieß es auf der MoMA-Webseite: "Alle VIP-Karten sind bis zum Ende der Ausstellung leider restlos AUSVERKAUFT!"

Was zu sehen war

Schon mit einem Blick auf die Namen der ausgestellten Künstler erklärt sich die Begeisterung. Sie lesen sich wie das "Who is Who?" der wichtigsten Maler der zweiten Hälfte des 19. und des gesamten 20. Jahrhunderts: Rosseau, van Gogh, Cézanne, Monet, Gauguin, Munch, Ensor, Klimt, Beckmann, Picasso, Braque, Dali, Tanguy, Mondrian, Modigliani, Magritte, Ernst, Moholy-Nagy, Hopper, Warhol, Lichtenstein, Johns, Pollock, Rauschenberg, Richter und viele andere. Die Kritik, die Exposition ignoriere wichtige Europäer der Nachkriegszeit, mutet da schon ein wenig an den Haaren herbeigezogen an.

Die letzten vier Tage waren die Bilder rund um die Uhr zu bestaunen. Auch am Sonntag, dem letzten Tag der Schau, harrten Hunderte Menschen stundenlang vor dem Museum aus. (APA/AP/dpa)

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