Grenzüberschreitende Allianz gegen Sonntagsöffnung

20. September 2004, 17:47
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ÖGB-Vizepräsidentin Csörgits: "Sonntagsarbeit wirft nur Probleme auf"

Eisenstadt - Eine grenzüberschreitende Allianz gegen die Sonntagsöffnung zeichnete sich im Rahmen eines "Festes für den freien Sonntag" am Samstag im nordburgenländischen Kittsee ab. Zu dem Treffen hatten die Gewerkschaft der Privatangestellten sowie die Katholische Aktion geladen. ÖGB-Vizepräsidentin Frauenvorsitzende Renate Csörgits, ÖGB-Vizepräsident und GPA-Vorsitzender Hans Sallmutter sowie der Linzer Diözesanbischof Maximilian Aichern diskutierten Sinn oder Unsinn eines arbeitsfreien Sonntags.

Es stimme nicht, dass es bei den östlichen Nachbarn "die große Einbahn in Richtung totaler Liberalisierung und Deregulierung gibt", stellte GPA-Chef Sallmutter fest. "Die GPA hat in Form des Dialoges mit den osteuropäischen Gewerkschaften ein Netzwerk der grenzüberschreitenden Solidarität gebildet. Die Gewerkschaften für die Handelsangestellten haben eine gemeinsame Initiative zur Begrenzung der Sonntagsarbeit ergriffen und bereits erste Erfolge erzielt."

ÖGB-Vizepräsidentin Csörgits wies darauf hin, dass die Forderung nach der totalen Sonntagsöffnung immer dann komme, wenn die Handelsumsätze stagnieren oder sinken. "Wenn den Menschen ständig Geld weggenommen wird und die finanziellen Belastungen steigen, können sie sich auch am Sonntag nichts kaufen." Von der Sonntagsöffnung würden vor allem Frauen betroffen sein. Csörgits: "Sonntagsarbeit wirft nur Probleme auf. Ob es die Kinderbetreuung oder das Verkehrsproblem ist, arbeiten am Sonntag belastet die Beschäftigten und macht keinen Sinn."(APA)

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