Stellenabbau bei Sony BMG

27. September 2004, 14:13
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Fusion von Sony und BGM kostet Balthasar Schramm seinen Job - Sitz soll nach München

Nach der Fusion der Plattenfirmen Sony und BMG sollen rund ein Drittel der Stellen in Deutschland abgebaut werden. Firmensitz wird München, die Geschäfte soll der bisherige BMG-Deutschland-Chef Maarten Steinkamp leiten.

"Sony-Music verlässt Berlin"

"Sony-Music verlässt Berlin", sagte der bisherige Deutschland-Chef Balthasar Schramm dem "Tagesspiegel am Sonntag". Die Entscheidung gegen Berlin sei eine schlechte Nachricht für die Stadt, das fusionierte Unternehmen und die deutsche Musikwirtschaft. Er habe Berlin wirtschaftlich und kulturell als die bessere Wahl angesehen. Für einen Umzug nach München stehe er nicht zur Verfügung. Dies werde wohl auch auf viele der rund 230 Beschäftigten zutreffen.

Nur noch knapp 300 Mitarbeiter

Das fusionierte Unternehmen solle in Deutschland nur noch knapp 300 Mitarbeiter haben, schreibt das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel". Dafür müssten noch einmal über 35 Prozent der jetzigen Stellen wegfallen. Die verbliebenen Mitarbeiter sollten die nationalen Geschicke der Plattenfirma mit Bands wie 2raumwohnung, Peter Maffay und Laith Al-Deen aus der jetzigen BMG-Zentrale in München steuern. Die Sony-Dependance am Potsdamer Platz in Berlin solle wegen der hohen Mietkosten aufgegeben werden.

Steinkamp soll die deutschen Geschäfte führen

Dem "Spiegel"-Bericht zufolge soll der bisherige Chef von BMG- Deutschland, Maarten Steinkamp, die deutschen Geschäfte von Sony BMG führen. Der Musikkonzern wolle den neuen Deutschland-Chef offiziell im Laufe dieser Woche bekannt geben, die Entscheidung sei aber nach der offenbar nicht überzeugenden Präsentation des aktuellen deutschen Sony-Chefs Schramm bereits gefallen. Steinkamp solle zugleich Europa- Chef von Sony BMG werden.

Die Musiksparte von Sony und die Bertelsmann-Musiktochter BMG hatten vor sechs Wochen ihr Geschäft zusammengelegt. Das Gemeinschaftsunternehmen Sony BMG ist mit 25 Prozent Marktanteil die zweitgrößte Musikfirma der Welt. Die Konkurrenten Time Warner, EMI und Universal Music hatten vergeblich versucht, die Verschmelzung von Sony und BMG in Brüssel zu torpedieren. (APA)

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