Kärntnerin bei Mordversuch schwer verletzt

21. September 2004, 17:39
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Ehemann ging mit Messer auf sie los - Ehestreit als Motiv

Klagenfurt - Ein Ehestreit ist Sonntag früh in Döllach in der Kärntner Gemeinde Großkirchheim (Bezirk Spittal/Drau) eskaliert. Ein 47 Jahre alter Polier attackierte seine Frau zuerst mit einer Flasche und danach mit einem Messer. Sie konnte schwer verletzt flüchten und liegt auf der Intensivstation des Lienzer Krankenhauses, ist aber laut Ärzten außer Lebensgefahr. Der Täter ist in Haft.

Knapp vor 9.00 Uhr stritten der Mann und seine 40 Jahre alte Frau in dem gemeinsamen Wohnhaus. Plötzlich packte er eine Flasche und schlug ihr damit heftig gegen die Schulter. Danach ging er mit einem Küchenmesser auf sie los und versetzte ihr mehrere Stiche in den Bauchraum. Die Frau schleppte sich trotz ihrer schwersten Verletzungen über die Straße zu einem Nachbarhaus. Sie wurde dort erstversorgt und danach ins Spital geflogen.

Täter wollte Selbstmord begehen

Der Mann, der seiner Frau angeblich angekündigt hatte, Selbstmord zu begehen, flüchtete mit seinem Auto in den nahe gelegenen Zirknitzgraben. Dort wurde sein Fahrzeug etwa 45 Minuten später im Zuge der ausgelösten Alarmfahndung entdeckt, bei der auch ein Hubschrauber eingesetzt wurde. Der 47-Jährige befand sich auf einer Brücke, die den Graben in etwa 40 Meter Höhe überspannt und wollte hinunterspringen. Etwa eineinhalb Stunden lang verhandelten die Beamten mit dem Mann, bis er aufgab und sich widerstandslos festnehmen ließ.

Der Polier zeigte sich gleich bei der Einvernahme am Gendarmerieposten Heiligenblut geständig. Er wurde in Untersuchungshaft genommen und in die Justizvollzugsanstalt Klagenfurt eingeliefert. Seine Frau konnte noch nicht befragt werden. (APA)

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