Unsynchronisierte Zierde einer Stadt

21. September 2004, 16:50
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Der British Bookshop in der Weihburggasse feierte 30-jähriges Bestehen - mit honorigen Gästen wie dem britischen Botschafter und Starautor Ken Follett - Mit Video




Auch wenn der Diplomat den Österreichern pauschal attestierte des Englischen "pretty well" mächtig zu sein, bemühte Großbritanniens Botschafter in Wien, John Macgregor, dann doch einen deutschen Ausdruck, um die befeierte Institution zu beschreiben: "I would call it a 'Zierde der Stadt'", freute sich ihre Majestät Botschafter, als er Donnerstagabend auf das 30-jährige Bestehen des British Bookshop in der Weihburggasse – unter anderen – mit dem Bestseller- und Strandbuchautor Ken Follett anstieß. Prinzipiell, erklärte aber Andreas Tarbuk – als Besitzer der Buchhandlung Prachner Betreiber des British Bookshop – sei die Sprache beim Verkauf ("es zählt die Kompetenz der Buchhändler") aber weniger wichtig als beim Lesen: So gut eine Übersetzung auch sein möge, bleibt ein Original eben ein Original.

Dem schloss John Macgregor gleich ein Plädoyer: Kino- und TV-Programmierer mögen doch die "deutsch-österreichische Krankheit des Dubbings", also des Zu-Tode-Synchronisierens, endlich überwinden: Das Volk, wiederholte der Botschafter, verstünde eben "pretty well". Zum Beweis – oder zum Verstehen-Üben – liest übrigens David Sedaris am Dienstag im British Bookshop. Allerdings ohne Untertitel.

(DER STANDARD Printausgabe 20.09.2004)

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