Haider will nun südösterreichische Stromlösung forcieren

30. September 2004, 14:52
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Appell an Klasnic zum Abschluss einer Kooperation zwischen Kelag und Estag

Klagenfurt - Nach dem vorläufigen Stopp für die Österreichische Stromlösung ÖSL will der Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider (F) nun die Verhandlungen über eine südösterreichische Stromlösung mit der Steiermark beschleunigen. Haider richtete am Samstag einen entsprechenden Appell an seine steirische Amtskollegin Waltraud Klasnic (V).

In Kärnten hätte es seit 1999 keine Strompreiserhöhungen gegeben, betonte Haider. Man habe die Kärntner Elektrizitäts AG Kelag durch die Hereinnahme eines strategischen Partners zu einem erfolgreichen Wirtschaftsunternehmen gemacht. Nun sollte rasch eine Kooperation zwischen der Kelag und dem steirischen Energieversorger Estag abgeschlossen werden. "Damit würden wir über einen schlagkräftigen Gegenpart zur ohnehin fragwürdigen ÖSL verfügen", sagte Haider.

Die Aussetzung der Verhandlungen zur ÖSL auf Grund wettbewerbsrechtlicher Vorwürfe sei ein Beweis für die problematische Entwicklung am österreichischen Strommarkt. Die Bevölkerung in Bundesländern wie Niederösterreich oder Wien sei durch stetige Strompreiserhöhungen belastet worden. Eine südösterreichische Lösung würde hingegen für Kärnten und die Steiermark weitere Senkungen der Stromkosten mit sich bringen und eine Stärkung des Wirtschaftsraumes bedeuten. (APA)

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