Nationalgarde pries jungen Bush als drogenfreies Vorbild

21. September 2004, 15:22
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Kelley-Buch behauptet Kokain-Konsum - Alkoholismus öffentlich eingestanden

Washington - In den nun vom Pentagon neu veröffentlichten Dokumenten über die Dienstzeit von George W. Bush bei der Nationalgarde findet sich auch ein besonderes Lob: Die texanische Nationalgarde hat in einer Presseaussendung an Medien in Houston 1970 den jungen Piloten Bush als drogenfreies Vorbild hervorgehoben. "George Bush ist ein Angehöriger der jungen Generation, der seine Kicks nicht von Haschisch, Pot oder Speed bekommt", heißt es über den Sohn des damaligen texanischen Kongressabgeordneten und späteren Präsidenten, George H.W. Bush. "Oh doch, er wird high, aber nicht durch Drogen", preist die Aussendung die Nüchternheit von George W. Bush.

In ihrem diese Woche veröffentlichten Buch über die Bush-Familie behauptet die Autorin Kitty Kelley jedoch, Bush habe an der Elite-Universität Yale und später am Präsidentenlandsitz Camp David häufig Kokain geschnupft. Das Weiße Haus hat die Vorwürfe dementiert. Bush selber hat seinen Alkoholismus öffentlich eingestanden, erst seit dem Alter von 40 Jahren sei er "trocken". 1976 wurde er wegen Trunkenheit am Steuer festgenommen. Im vergangenen Präsidentschaftswahlkampf 1999 erklärte er, in den vergangenen 25 Jahren keine illegalen Drogen genommen zu haben. (APA)

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