Leitl: Es darf "keine finanziellen Bermudadreiecke" geben

24. September 2004, 13:45
23 Postings

"Etwas irritiert" über Finanzminister, weil dieser nicht weiß, warum die Steuereinnahmen gesunken sind - Wirtschaftskammer-Präsident will gerne bei Suche helfen

Wien - Wirtschaftkammer-Präsident Christoph Leitl (V) kritisiert Finanzminister Karl-Heinz Grasser (V) wegen des ansteigenden Budgetdefizits. Ihn störe die fehlende Milliarde nicht, würde Grasser sagen, er hätte das Geld investiert. "Etwas irritiert" habe ihn aber, dass Grasser gar nicht weiß, warum die Steuereinnahmen gesunken sind, sagt Leitl in der Samstag-Ausgabe der "Tiroler Tageszeitung".

Es darf "keine finanziellen Bermudadreiecke" geben

Leitl erklärt sich bereicht, dem Finanzminister bei der Suche zu helfen: "Ich bin ihm gern behilflich, wenn er uns braucht." Es dürfe "keine finanziellen Bermudadreiecke" geben.

Nicht einverstanden ist Leitl auch mit der geplanten Stimmgewichtung der im Zuge der Gesundheitsreform vorgesehenen Landesagenturen. Nach den Plänen von Ministerin Maria Rauch-Kallat (V) sollen Sozialversicherung und Land je 40 Prozent und der Bund 20 Prozent erhalten. "Das wäre ja eine 60-Prozent-Mehrheit der öffentlichen Hand und eine Minorisierung der Sozialversicherung, die den überwiegenden Teil zahlt", unterstützt Leitl die Kritik des Hauptverbandes der Sozialversicherungsträger. (APA)

  • Bild nicht mehr verfügbar
Share if you care.