Küng weiß von Verfehlung eines anderen Priesters

29. September 2004, 22:17
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Missbrauch-Vorwürfe gegen zweiten Vorarlberger Geistlichen - "Ich weiß von einem Vorfall, der viele Jahre zurückliegt"

Bregenz - Der Feldkircher Diözesanbischof Klaus Küng bestätigt, von einer Verfehlung des zweiten Vorarlberger Geistlichen zu wissen, gegen den Missbrauch-Vorwürfe erhoben wurden. Wie er in einem Interview in der Samstag-Ausgabe der "Vorarlberger Nachrichten" erklärt, habe er mit dem Beschuldigten noch am selben Tag, als er das Gerücht hörte, ein ausführliches Gespräch geführt.

"Täter und Opfer haben sich ausgesöhnt"

Seither wisse er von einem Vorfall, der viele Jahre zurückliege und dem Priester sehr Leid tue, so Küng. "In der Folge habe ich auch mit dem Opfer Kontakt aufgenommen. Täter und Opfer haben sich ausgesöhnt", sagte der Bischof. Laut "Vorarlberger Nachrichten" ist der beschuldigte Priester "alt und auch sehr krank". Er soll vor 40 Jahren einen Ministranten und später dann zwei junge Männer missbraucht haben.

Sicherheitsdirektion bestätigte Ermittlungen gegen zweiten Priester

Am Freitag hatte die Sicherheitsdirektion Ermittlungen gegen einen zweiten Vorarlberger Priester bestätigt. Die Psychotherapeutin Rotraud Perner hatte ebenfalls am Freitag ihre grundsätzliche Bereitschaft erklärt, im Fall des zweiten mit Missbrauch-Vorwürfen konfrontierten Vorarlberger Geistlichen auszusagen. Nach Bekanntwerden der Anschuldigungen gegen Kaplan August Paterno hatte Perner erklärt, sie habe Kenntnis von einem zweiten Vorarlberger Geistlichen, gegen den es Missbrauch-Vorwürfe gebe. (APA)

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    Küng: "In der Folge habe ich auch mit dem Opfer Kontakt aufgenommen. Täter und Opfer haben sich ausgesöhnt"

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