Reparatur von Karies-Schäden mit Zement

19. September 2004, 13:00
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Spezielle Form des "Baumaterials" enthält weder Schadstoffe noch Schwermetalle

Buenos Aires - In Argentinien wurde ein Material zur vollen Regeneration eines kaputten Zahnes entwickelt. Basis ist ein spezieller Portland-Zement ohne Schadstoffe und Schwermetalle. Dies berichtete die Tageszeitung La Nación. Das neue Zahnmaterial wurde auf dem Kongress der argentinischen Zahnorthopädie-Gesellschaft präsentiert.

"Vorteil ist die entzündungshemmende, nicht genverändernde Wirkung, die zusätzlich die natürliche Erneuerung des Zahnmaterials favorisiere", erklärt der Erfinder, der Zahnmediziner Gabriel Castro. Mit einer Wiederherstellungskapazität, die größer ist als die bestehender Materialien, reichen die Behandlungsmöglichkeiten von Kariesbekämpfung bis zur Rekonstruktion der inneren Zahnstruktur. Eine weitere Neuheit liege darin, dass die Komponenten auch nach langer Zeit nicht ihren Nutzen einbüssen, sondern vielmehr eine Art "Winterschlaf" halten und sich erst dann aktivieren, wenn der Organismus eine der "Zutaten" benötigt.

Der Regenerationsprozess verläuft in zwei Etappen, wobei das Material eine Widerstandsfähigkeit von bis zu 70 Megapascal erreicht. In der ersten Phase verhärtet sich das Material in nur 15 Minuten, "bedingt durch die Größe seiner Partikel, die nur ein Drittel der bisherigen Mineralien beträgt", betont Castro. In der zweiten Phase, die 28 Tage dauert, laufen dann alle chemischen und organischen Prozesse ab.(pte)

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