Schulsozialarbeit: Ansprechpartnerin für Schüler und Lehrer in Vorarlberg

15. Dezember 2004, 18:24
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Auch Eltern holen sich Erziehungstipps

Bregenz - "Schulsozialarbeit kann sich nur in einem schulischen Umfeld entwickeln, das Veränderungen im System Schule anstrebt und auch umsetzt", sind sich die Schuldirektoren Christian Kompatscher und Manfred Madlener einig. An ihren Schulen, den Hauptschulen Rieden und Vorkloster in Bregenz gehört Schulsozialarbeit zum Alltag.

Keine Reparatureinrichtung sei darunter zu verstehen, sondern eine mit emanzipatorischem Anspruch. Die Unterstützung durch eine diplomierte Sozialarbeiterin gibt es an den beiden Schulen seit fast vier Jahren. Vor einem Jahr wurde das Pilotprojekt des Instituts für Sozialdienste in den Regelbetrieb übernommen. Brigitte Stadelmann (siehe Interview) steht den Schülerinnen und Schülern, aber auch Lehrpersonen und Eltern an 30 Wochenstunden zur Verfügung.

2003 suchten 106 Schülerinnen und Schüler das Gespräch. Ihre Hauptprobleme: Schwierigkeiten daheim, mit Lehrern, Mobbing in der Klasse oder Liebeskummer. Simone (12): "Es ist gut, wenn man jemand zum Reden hat, der das nicht gleich weiterflüstert." Lehrerinnen und Lehrer nehmen das Angebot im selben Ausmaß wie die Kids in Anspruch. Auch Eltern (2003: 62) finden den Weg ins Büro der Schulsozialarbeit. Sie suchen vor allem Rat in Erziehungsfragen. (jub/DER STANDARD, Printausgabe, 18./19.9.2004)

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