Erdogan verbittet sich EU-Einmischung in innere Angelegenheiten

17. September 2004, 19:00
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Ministerpräsident: Türkei hat alle Bedingungen für den Beginn von Beitrittsgesprächen erfüllt

Ankara - Der türkische Ministerpräsident Tayyip Erdogan hat sich eine Einmischung der Europäischen Union (EU) in innere Angelegenheiten seines Landes verbeten.

Niemand sollte den von der Türkei angestrebten EU-Beitritt dazu nutzen, Druck auf sein Land ausüben, sagte Erdogan am Freitag vor Mitgliedern seiner Partei. Die Türkei habe alle Bedingungen der EU für den Beginn von Beitrittsgesprächen erfüllt.

Die EU-Kommission hatte sich zuvor besorgt über weitere Versuche in der Türkei geäußert, Ehebruch unter Strafe zu stellen. Die Kommission bereitet derzeit einen vorentscheidenden Bericht über die Aufnahme von Beitrittsgesprächen mit der Türkei vor. Darin wird geprüft, ob die Türkei die politischen und wirtschaftlichen Bedingungen für die Aufnahme von Verhandlungen erfüllt. Die endgültige Entscheidung sollen die Staats- und Regierungschefs im Dezember fällen. (Reuters)

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