GAK plant schon für die Gruppenphase

28. September 2004, 10:53
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Schachner: "Können beruhigt nach Bulgarien reisen" - Doppeltorschütze Kollmann: "Wenn jetzt noch was passiert, gehören wir eingesperrt"

Graz - Der österreichische Fußball-Double-Gewinner GAK hat bereits im Hinspiel der ersten UEFA-Cup-Runde das Ticket für die neu geschaffene Gruppenphase des Bewerbs gelöst. Daran zweifelt nach dem 5:0-Heimsieg am Donnerstag über Litex Lowetsch keiner mehr im Lager der Grazer, auch nicht der ansonsten mit Prognosen eher zurückhaltende Trainer Walter Schachner. "Mit diesem Resultat können wir beruhigt nach Bulgarien reisen", meinte "Schoko", der von einem "Traumergebnis" sprach.

Vor der Partie hatte der frühere Teamstürmer noch vor dem Gegner gewarnt. "Ich bin überrascht, denn ich hätte Lowetsch eigentlich stärker eingeschätzt", gab der 47-Jährige zu. Wichtig sei der Spielverlauf mit dem frühen 1:0 und der Roten Karte gegen Litex-Kicker Zagorcic nach 13 Minuten gewesen. "Und nach dem 0:2 war die Moral der Bulgaren endgültig weg", sagte Schachner, dessen Elf den höchsten Europacup-Erfolg in der Vereinsgeschichte (5:0 auswärts gegen die Färöer-Truppe Klaksvik 1999) eingestellt und den höchsten Heimerfolg überhaupt auf internationaler Ebene gefeiert hatte.

Der GAK-Coach stellte jedoch nicht die enttäuschende Leistung der Gäste, sondern den gelungenen Auftritt seiner Schützlinge in den Vordergrund. "Wir haben wie aus einem Guss gespielt", lobte er seine Spieler, die nach der 3:0-Pausenführung auch in der zweiten Hälfte zumeist mit Nachdruck agiert und dadurch noch den klaren Vorsprung herausgeschossen hatten.

Großen Anteil am Kantersieg hatte Roland Kollmann, der für das 2:0 und 3:0 sorgte und sich damit seiner Ladehemmung entledigte. Dabei hatte es zunächst so ausgesehen, als fände seine Pechsträhne eine Fortsetzung, als er per Strafstoß am bulgarischen Goalie scheiterte (Bazina staubte aber zum 1:0 ab): "Der Elfmeter war schlecht geschossen. Gott sei Dank habe ich dann noch zwei Mal getroffen", atmete der ÖFB-Teamstürmer auf.

So wie für seinen Trainer ist auch für Kollmann die Aufstiegsfrage beantwortet. "Wenn jetzt noch etwas passiert, gehören wir eingesperrt, dann wären wir die Deppen des europäischen Fußballs", fand der Torschützenkönig der vergangenen Saison drastische Worte.

Bei einem Ausscheiden hätten Kollmann und Co. die erste UEFA-Cup-Hauptrunde zum Nulltarif absolviert, nun wartet auf die "Rotjacken" ein finanzielles Zubrot. "Die Mannschaft darf sich über eine tolle Aufstiegsprämie freuen", erklärte Klub-Präsident Rudi Roth, der sich angesichts der Einnahmen aus der UEFA-Cup-Gruppenphase schon erwartungsfroh die Hände reibt.

Aus der Donnerstag-Partie im Schwarzenegger-Stadion war hingegen kein Kapital zu schlagen. Nur knapp 6.000 Zuschauer fanden den Weg nach Graz-Liebenau, obwohl der GAK 1.000 Tickets an Schulkinder verschenkt hatte.(APA)

  • Der GAK war eine Nummer zu groß für Litex Lowetsch.

    Der GAK war eine Nummer zu groß für Litex Lowetsch.

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