Elfenbeinhandel boomt

24. September 2004, 19:34
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Trotz Artenschutz werden laut Angaben des WWF jedes Jahr 4.000 Elefanten getötet

Bern - Die Nachfrage nach Elfenbein lässt den illegalen Handel weiter ansteigen. Das ist das Ergebnis einer Studie des gemeinsamen Artenschutzprogramms der Tierschutzorganisation WWF und der Weltnaturschutzunion IUCN. Nur in China seien erste Trends zu verzeichnen, dass stärkere Kontrollen greifen, berichtete der WWF in der Schweiz.

Die Studie "Traffic" steht auf der Tagesordnung der Weltartenschutzkonferenz CITES vom 2. bis 14. Oktober in Bangkok. Der WWF will sich dafür einsetzen, dass sich die "Problemstaaten" dort dazu verpflichten, nationale Gesetze zu verbessern und striktere Kontrollen durchzuführen. Nur so könnten die Elfenbeinmärkte in Asien und Afrika endlich trockengelegt werden. Der kommerzielle Elfenbeinhandel ist seit 1989 durch das Washingtoner Artenschutzabkommen CITES (Convention on International Trade in Endangered Species of wild Fauna and Flora) verboten.

Noch immer werden aber jedes Jahr WWF 4.000 Elefanten getötet, um die Nachfrage nach Elfenbein zu stillen. Die Studie nennt neben China die lokalen Märkte in Thailand, Kamerun, Kongo-Kinshasa, in Äthiopien und Nigeria als "El Dorados" des Elfenbeinschmuggels. (APA)

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