Aufsichtsrat: OMV-Kapitalerhöhung um die 700 Millionen Euro

17. September 2004, 19:26
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ÖIAG-Aufsichtsrat nahm Meinung des Vorstands, wonach ein Mitziehen der ÖIAG "nicht notwendig" ist, zur Kenntnis - Post-Verkauf vom Tisch

Wien - Ohne spektakuläre Ergebnisse ist die heutige Sitzung des ÖIAG-Aufsichtsrats zu Ende gegangen. Beschlüsse wurden keine gefasst. Besprochen wurden unter anderem die weitere Privatisierung der Telekom Austria (TA), die Kapitalerhöhung der VA Tech, das Thema Post und eine mögliche Kapitalerhöhung bei OMV. Bei letzterer ist von einem Volumen von rund 700 Mio. Euro die Rede. "Das ist in etwa die Summe", bestätigte ein ÖIAG-Aufsichtsrat gegenüber der APA.

"Mitziehen nicht notwendig"

Ob und wann dieser Schritt kommt, blieb auch nach der heutigen Sitzung offen. Dass die ÖIAG dabei nicht mitziehen dürfte, wurde neuerlich bekräftigt. "Der Aufsichtsrat nahm die Auffassung des Vorstands zur Kenntnis, dass bei einer möglichen Kapitalerhöhung der OMV ein Mitziehen der ÖIAG nicht notwendig sei", hieß es Freitagnachmittag in einem Kommunique der Staatsholding.

Post-Verkauf vom Tisch

"Bei der Post wird es bis 2007 keinen strategischen Partner geben." Ein Verkauf in dieser Legislaturperiode sei vom Tisch, sagte ein ÖIAG-Rat. ÖIAG-Vorstand Peter Michaelis hatte bereits gestern erklärt, die Post könne die Zielrendite von 5 Prozent bis 2007 wirtschaftlich aus eigener Kraft erzielen. Eine strategische Partnerschaft sei daher "nicht prioritär".

Bei der VA Tech bleibt es dabei, dass die ÖIAG - sollte diese Kapitalmaßnahme in der Hauptversammlung der VA Tech am 21. September beschlossen werden - mitziehen wird.(APA)

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