Longhorn soll Raubkopien stoppen

22. September 2004, 14:08
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Einheitlicher Kopierschutz für Audio-CDs soll in der kommenden Version von Windows integriert sein

Zahlreiche Features wurden wie berichtet aus Microsofts Windows-Nachfolger Longhorn bereits gestrichen, nun schreibt The Register von bis dato völlig unbekannten Plänen des Softwaregiganten.

Einheitlicher Standard

Microsoft versucht derzeit mit der Musikindustrie eine Übereinkunft über die Zukunft des Kopierschutzes bei Audio-Cds zu erreichen. Ein einheitlicher Standard, der von der ganzen Musikindustrie unterstützt würde, könnte demnach in Longhorn integriert sein.

Die dementsprechenden Dokumente gelangten laut "The Register" über die Plattenlabels EMI und Tommy Boy Records an die Öffentlichkeit. Die zwei Labels waren offenbar beauftragt worden für Zustimmung im „Independent“-Bereich der Musikbranche zu sorgen.

Bonusmaterial

Microsoft zu folge sollten in Zukunft die „sicheren“ CDs Bonusmaterial, so etwa Multimedia -Clips, enthalten, quasi als Wiedergutmachung für die User.

Die Zeit drängt

Bis zum 20. September müssen sich die Labels auf einen einheitlichen Standard einigen. Denn obwohl Windows Longhorn schon seit einigen Jahren entwickelt wird, soll die Integration des einheitlichen Kopierschutzes in den nächsten Monaten fertig gestellt werden.

Derzeit ist noch unklar ob Microsoft eher das "Secure Audio Path" Konzept, bei dem keinerlei Kopien möglich sind, oder "Active Software Protection", wie sie derzeit schon vom Kopierschutzspezialisten Macrovision eingesetzt wird, unterstützt.

Monopol

Viele Independent-Labels sind Gerüchten zu folge gar nicht begeistert von Microsofts Vorschlag, da der Konzern so eine nahezu Monopol auf Kopierschutztechnologien erlangen könnte. Auch wird gefürchtet, dass die Kosten der CD-Produktionen so steigen könnten.(red)

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