dag: Was Wissen schafft

19. September 2004, 19:59
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Das war wieder eine Woche der aufwühlenden O-Töne aus der Mehrzweckhalle der Wissenschaft

1.) In Glasgow hat man festgestellt, dass Tagebuchschreiber vergleichsweise ungesunde und traurige Menschen sind. - Ist also gar nicht so klug zu wissen, was man gerade gelebt hat.

2.) Auf der New Yorker Harvard-Universität hat man sich unterdessen wieder eine neue teure Krankheit einfallen lassen: "Das Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom mit Hyperaktivität (ADHD)" verursacht bei den US-Bürgern Kosten von rund 77 Milliarden Dollar ihres Einkommens pro Jahr, heißt es. (Einmal ehrlich: Waren Sie jetzt wirklich aufmerksam?)

3.) Besonders beachtlich ist, was Kölner Wissenschafterinnen aufgespürt haben wollen: "Große Nasen riechen besser." - Wäre auch ein prächtiger Titel für einen neuen Nenninger Austrokoffer-Krimi.

4.) Sehr erfreulich für all unsere Tschecheranten, in diesem Fall live aus Heidelberg: "Alkohol nach Herzoperation soll gesund sein." - Dann kann's wohl vorher auch nicht viel schaden.

5.) Und aus medizinischen Kreisen in Frankfurt verlautet: "Schnarcher haben häufiger Sexprobleme." - Liegt möglicherweise daran, dass sie bereits schlafen.

(Daniel Glattauer/Der Standard, Printausgabe, 19.9.2004)

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