Nordkorea erteilt Gesprächen zu Atomprogramm Absage

18. September 2004, 15:17
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USA sehen sich in Vorwürfen bestätigt

Seoul - Nordkorea hat multilaterale Gespräche zu seinem Atomprogramm ausgeschlossen, solange Südkoreas jüngst bekannt gewordene Nuklearexperimente nicht völlig aufgeklärt seien.

Die südkoreanische Regierung warf dem kommunistischen Norden indes vor, das friedlichen Zwecken dienende Atomprogramm Südkoreas lediglich als Vorwand zu verwenden, um den für Anfang Oktober geplanten Gesprächen auszuweichen. Südkorea werde seine diplomatischen Anstrengungen verstärken, um die Gespräche mit Nordkorea, China, Japan, Russland und den USA sobald als möglich fortzusetzen, sagte Außenminister Ban Ki Moon am Donnerstag in Seoul in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters.

Es werde keine Verhandlungen geben, "bis die Wahrheit über die geheimen Atomexperimente in Südkorea gänzlich offen gelegt ist", sagte dagegen ein Sprecher des nordkoreanischen Außenministeriums einer Meldung der staatlichen Nachrichtenagentur des Landes, KCNA, zufolge.

Die USA verdächtigen Nordkorea seit langem, heimlich an Atomwaffen zu arbeiten. Das Land hat die Vorwürfe zurückgewiesen. Nord- und Südkorea befinden sich seit dem Korea-Krieg Anfang der 50er Jahre formell im Kriegszustand.

Südkorea hatte Anfang September gegenüber der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) die Anreicherung kleinerer Mengen von nahezu waffentauglichem Uran zugegeben. Die Uran- und Plutoniumexperimente dienten der südkoreanischen Regierung zufolge zivilen Zwecken. (APA)

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