Krenn: "Der liebe Heiland ist auch nicht gut behandelt worden"

29. September 2004, 22:00
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"Mir geschieht großes Unrecht" - auch ein unterschriebenes Rücktrittsgesuch habe es nie gegeben

Rom/St. Pölten - Der St. Pöltener Bischof Kurt Krenn hat nicht seinen Rücktritt erklärt. Das erklärte am Donnerstag sein Sprecher Michael Dinhobl im Gespräch mit dem STANDARD. Dinhobl wörtlich: "Es gibt weder ein schriftliches Rücktrittsgesuch, noch hat Bischof Krenn seinen Rücktritt in irgendeiner Form angeboten."

Über Rücktritt entscheidet nur der Papst

Ob Krenn bei seinem Besuch in Rom vom Präfekten der Bischofskongregation, Kardinal Giovanni Battista Re, dieser Schritt nahe gelegt worden war, ließ Dinhobl offen. Die Entscheidung über Krenns Rücktritt liege einzig und allein beim Papst. Nach dem Rom-Aufenthalt des Bischofs in der vergangenen Woche wurde aber damit - als Konsequenz aus dem Kinderpornoskandal und den homosexuellen Kontakten im Priesterseminar - gerechnet. Krenn selbst sagte in der Zeitung Die ganze Woche: "Mir geschieht großes Unrecht.

Es ist schlimm, was hierzulande gegen mich vorgebracht wird, aber da kannst halt nix machen. Der liebe Heiland ist auch nicht gut behandelt worden. Und wenn ein Mitbruder einem anderen quasi den Dolch in den Rücken sticht, dann kann ich nur sagen, auch die Kirche besteht nur aus Menschen." ((jub, mro, pm, DER STANDARD Printausgabe 17.9.2004)

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